München:
Justizministerin Beate Merk zum Fall des Musikers Shahin Najafi: „Wir können es nicht dulden, dass in Deutschland islamisches Recht exekutiert wird! Auch solche Formen von „Paralleljustiz“ sind in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht akzeptabel!“

Bayerns Justizministerin Dr. Beate Merk tritt der
Verbreitung einer Fatwa gegen den iranischen Musiker
Shahin Najafi in Deutschland entschieden entgegen.
„Es ist für mich unerträglich und nicht hinnehmbar,
wenn in Deutschland Entscheidungen muslimischer Rechtsgelehrter
verbreitet werden, welche die davon Betroffenen in
Gefahr bringen“, so Merk. „Dies ist eine der schärfsten
Formen der Paralleljustiz, die wir in Deutschland keinesfalls
dulden können. Wir müssen mit allen rechtsstaatlichen
Mitteln dagegen vorgehen und dem Einhalt gebieten.“

 

Gegen
den seit Jahren in Deutschland lebenden iranischen
Rapper Shahin Najafi ist eine Fatwa, also ein islamisches
Rechtsgutachten, das ihn als Ketzer verurteilt und
damit in Todesgefahr bringt, in Deutschland verbreitet
worden. Derzeit besteht der Verdacht, dass ein Mitarbeiter
des iranischen Generalkonsulats in München eine Information
über die Fatwa weitergeleitet hat. Nach vorläufiger
Einschätzung der Staatsanwaltschaft München I bestehen
allerdings Zweifel daran, ob die erheblichen Anforderungen,
die nach dem Bundesverfassungsgericht an den einschlägigen
Tatbestand der Störung des öffentlichen Friedens
(§ 126 StGB) zu stellen sind, erfüllt sind.
Es besteht aber nach dem Wiener Übereinkommen über
konsularische Beziehungen die Möglichkeit, Mitarbeiter
eines Generalkonsulats zur so genannten „Persona non
grata“ zu erklären.

 

Merk: „Wenn
es nicht möglich sein sollte, mit strafrechtlichen
Mitteln weiter zu kommen, dann müssen wir eben andere
Möglichkeiten nutzen. Sollte sich herausstellen, dass
die Information über die Fatwa tatsächlich von einem
Mitarbeiter des Generalkonsulats verbreitet wurden,
dann müssen wir dafür sorgen, dass dies aufgeklärt
wird und nicht mehr vorkommt. Ich werde mein Gespräch
mit dem iranischen Generalkonsul, das ich in Kürze
haben werde, dazu nutzen, um dieses Thema anzusprechen.
Eines ist klar: Ich dulde keine Form der Paralleljustiz
in Deutschland!“

Quelle: stmj.bayern.de

 

 

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.