Berlin:

Joint Declaration of Intent: Deutschland und Südafrika wollen bei Maul- und Klauenseuche enger zusammenarbeiten
Bundesminister Rainer und Amtskollege Steenhuisen unterzeichnen Vereinbarung

Deutschland und Südafrika wollen im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Südafrika stärker kooperieren. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, und sein südafrikanischer Amtskollege, John Steenhuisen, unterzeichneten am Dienstagabend in Kapstadt eine gemeinsame Absichtserklärung. Geplant ist neben dem fachlichen Austausch auch die Möglichkeiten der Bekämpfung und Prävention der Maul- und Klauenseuche zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt soll dabei auf der Unterstützung der Betriebe im Bereich der Biosicherheit liegen. Zudem soll es um praktikable Monitoringsysteme vor allem für Wildtierbestände sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung gehen, beispielsweise im Bereich der Diagnostik von MKS-infizierten Tieren. Darüber hinaus vereinbarten Deutschland und Südafrika eine vertiefte Kooperation in Handelsfragen, besonders Veterinärverhandlungen – etwa bei Schweinefleisch – werden künftig intensiviert.

Dazu erklärt Bundesminister Alois Rainer: „Die Auswirkungen eines Tierseuchenausbruchs trifft jede Agrar- und Lebensmittelwirtschaft hart. Nur mit sorgfältig geplanten Präventionsmaßnahmen und einer entschlossenen Bekämpfung lassen sich die Auswirkungen begrenzen. Deutschland hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass dies gelingen kann. Von einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika profitieren beide Länder. Deutschland kann wertvolle Erfahrungen weitergeben und gleichzeitig zeigen, dass regionale Ausbrüche nicht zwangsläufig zu einem jahrelangen Importstopp führen müssen. Die Vereinbarung ist für unsere exportorientierte Agrar- und Lebensmittelwirtschaft ein wichtiges Signal. Südafrika ist ein enger und wichtiger strategischer Partner Deutschlands und zugleich der größte Absatzmarkt für deutsche Agrarprodukte auf dem afrikanischen Kontinent.“

Hintergrund:
Seit August 2025 kämpfen viele Provinzen Südafrikas gegen eine Ausbreitung der hochkontagiösen Rinderseuche. In Deutschland ist es nach dem singulären MKS-Ausbruch im Januar 2025 durch umfangreiche Maßnahmen und weitgehende Untersuchungen gelungen, eine Ausbreitung zu verhindern.
Als Bestätigung der schnellen und erfolgreichen Eingrenzung und der geleisteten Bekämpfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch Bund und Länder hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) den Status „MKS-frei ohne Impfung“ für ganz Deutschland in kürzester Zeit wiedereingesetzt. Daraufhin haben verschiedene Staaten ihre Importbeschränkungen nach und nach wieder aufgehoben, wie zum Beispiel Kanada und die USA.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion