Berlin:

BMLEH fördert Forschungsprojekt zu klimafreundlichem Backweizen mit 1,5 Millionen Euro
Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung mit der Wertschöpfungskette Backweizen – Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit müssen mitgedacht werden

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat bei einem Verbändetreffen mit den Mitgliedern der Backweizen-Initiative eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Ziel ist es, Backweizen klimaschonend und -angepasst zu produzieren und dabei die hohe Produktqualität weiterhin sicherzustellen. Bei dem Verbändetreffen übergab Bundesminister Rainer Förderurkunden für ein Forschungsprojekt in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro: „FUTUREWHEAT – Weizen(nährstoff)qualität der Zukunft“ soll Aufschluss darüber geben, welche Weizensorten unter bestimmten Klima-, Boden- und Bearbeitungsbedingungen eine hohe Qualität erwarten lassen. Konkret geht es darum, Weizensorten, deren Mehl auch im klimaschonenden Anbau eine hohe Backqualität aufweist, besser und schneller identifizieren zu können. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und startet am 1. Mai 2026. Projektnehmer sind die Universität Hohenheim und das Max Rubner-Institut.

Bundesminister Rainer sagte dazu: „Die Anforderungen für die Einstufung als Backweizen bei uns sind hoch. Zurecht! Bei unserem Brot soll es keine Kompromisse geben. Nicht nur, weil die deutsche Brotkultur zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt. Auch der Weltmarkt richtet seine Preise an den bekannten Qualitätsanforderungen aus. Zunehmende Witterungsextreme gefährden allerdings die Ertrags- und Qualitätssicherheit. Und im Schnitt ist der Rohproteingehalt in den vergangenen Jahren gesunken. Daher ist es gut und wichtig, dass diese Initiative gemeinsam nach Wegen sucht, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Doch auch bei der Verfolgung von ambitionierten Umwelt- und Klimazielen müssen Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit immer mitgedacht werden. Nur was sich für die Erzeuger rechnet, hat auch eine Chance auf Umsetzung.“

Aktuell hängt die Qualitätsbestimmung des Backweizens und damit seine Vergütung vor allem vom gemessenen Rohproteingehalt im Weizenkorn ab. Dieser ist in den letzten Jahren durchschnittlich gesunken. Der Rohproteingehalt wird u.a. beeinflusst durch Sortenwahl, Standortbedingungen, Witterungsverlauf sowie Höhe und Verteilung der Gaben von stickstoffhaltigen Düngemitteln. Letztere gilt es nach Möglichkeit einzusparen, um den Anforderungen an Klimaschutz und Gewässerschutz bei der Backweizenerzeugung zu entsprechen. Neue Untersuchungen zeigen, dass einzelne Weizensorten den zur Verfügung stehenden Stickstoff effizient in Backvolumen umsetzen können und somit auch mit vergleichsweise niedrigem Proteingehalt eine hohe Backeignung aufweisen. Die verstärkte Nutzung solcher proteineffizienten Sorten kann daher ein Beitrag zum Klimaschutz in der Landwirtschaft sein. Voraussetzung für die Etablierung dieser Sorten ist, dass bei der Einstufung von Qualitätsweizen neben dem Rohproteingehalt auch andere Qualitätseigenschaften stärker in den Blick genommen werden.

Die Erklärung finden Sie auf unserer Website<http://www.bmleh.de/erklaerung-backweizen>.

Hintergrund:
Die Backweizen-Initiative ist Teil des Klimaschutzprogramms 2023 der Bundesregierung. Um Backweizen zukünftig mit geringeren Treibhausgas-Emissionen erzeugen zu können, finden seit 2022 unter der Leitung des BMLEH Gespräche mit Verbänden der Wertschöpfungskette Backweizen und Forschungseinrichtungen statt. Ergebnis ist ein von allen Akteuren – von der Landwirtschaft über Handel und Mühlen bis hin zu Bäckereien – getragenes Maßnahmenpaket. Weizen wird auf rund 25 % der gesamten Ackerfläche in Deutschland angebaut, ca. ein Drittel des geernteten Weizens wird als Backweizen genutzt. Witterungsbedingt können diese Anteile schwanken.

Quelle:bmelh.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.