Marklhofen:
Baumpflanzaktion für das Windrad in Marklkofen Aiwanger:
„Das Windrad in Marklkofen dient der Selbstversorgung einer Ziegelei – das ist vorbildlich!“ Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat sein Versprechen eingelöst und beim Baumpflanzen unterstützt (mit auf dem Bild Peter Rauscher, 1. Bürgermeister Marklkofen und Claus Girnghuber, Geschäftsführer Girnghuber GmbH).
Foto: StMWi/ B. Brummer Download Die Bäume sollen als Sichtschutz für das Windrad der Ziegelei Girnghuber dienen.
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat das geplante Windrad der Ziegelei Girnghuber GmbH in Marklkofen als wichtigen Schritt für die eigene Energieversorgung eines Unternehmens gewürdigt. Beim Termin im niederbayerischen Marklkofen wurden die ersten 16 Bäume zum Sichtschutz der Anwohner gepflanzt. Damit löste Aiwanger ein Versprechen aus einem früheren Besuch ein: „Das Windrad dient der Selbstversorgung einer Ziegelei – das ist vorbildlich. Der Strom von eigenen Anlagen kann wirtschaftlicher sein als der Zukauf. Damit Anwohner das Windrad weniger sehen, haben wir vereinbart, Bäume am Ortsrand zu pflanzen. Das haben wir heute gemeinsam getan. Dreiviertel der Bürger haben sich in einer Abstimmung vor Ort für die Windenergieanlage entschieden. Das ist ein klares Votum und zeigt: Wenn man die Menschen frühzeitig einbindet, bekommt man auch Rückhalt für solche Projekte, die Arbeitsplätze sichern.“ Die energieintensive Ziegelei setzt künftig verstärkt auf eigene Energieerzeugung. Neben einer bestehenden Photovoltaikanlage soll ab Mitte nächsten Jahres eine Windkraftanlage errichtet werden. Der Minister unterstrich: „Gerade bei den aktuell hohen Energiepreisen ist das der richtige Weg. Wer selbst Strom erzeugt, macht sich unabhängiger und sichert seinen Standort.“ Durch die Kombination aus Photovoltaik und Windkraft kann das Unternehmen künftig bis zu drei Viertel seines Strombedarfs selbst decken. „Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und sichert rund 300 Arbeitsplätze in der Region“, so Aiwanger. Zugleich profitiere auch die Gemeinde: „Betriebe wie Girnghuber sind das Rückgrat des ländlichen Raums. Wir müssen alles daransetzen, dass sie hierbleiben, weiter investieren und Steuern zahlen“, betonte der Minister. Der Minister hob hervor, dass der Erfolg des Projekts maßgeblich auf die frühzeitige Einbindung der Bürger zurückzuführen ist. Mehrere Informationsveranstaltungen sowie ein Infomarkt mit neutraler Beratung hätten für Transparenz gesorgt. Aiwanger: „Hier wurde offen diskutiert und sauber informiert. Genau so schafft man Vertrauen. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann man solche Projekte auch erfolgreich umsetzen.“ Der Freistaat Bayern begleitet den Ausbau der Windenergie mit verschiedenen Initiativen. Dazu zählen das „Team Energiewende Bayern“ sowie das Programm Windkümmerer®, das Kommunen bei Planung und Initiierung von Windenergievorhaben unterstützt. Aiwanger: „Die Nachfrage nach Unterstützung ist hoch. Das zeigt, dass viele Kommunen den Ausbau der Windenergie aktiv angehen wollen.“ Seit Anfang 2026 gilt in Bayern zudem eine gesetzliche Beteiligung der Kommunen an den Erträgen neuer Wind- und Photovoltaikanlagen. „Damit bleibt mehr Wertschöpfung vor Ort und die Akzeptanz steigt weiter“, so der Minister. Mit Blick auf die Bundespolitik mahnte Aiwanger verlässliche Rahmenbedingungen an. Die geplante Evaluierung der Flächenziele sowie Änderungen bei der Förderung dürften den Ausbau nicht bremsen. Aiwanger: „Wir brauchen Planungssicherheit statt ständiger Änderungen. Sonst kommen Projekte ins Stocken.“ Kritisch sieht der Minister auch die aktuelle Entwicklung bei Ausschreibungen: „Gerade im Süden gehen viele Projekte leer aus, weil sie nicht so günstig anbieten können wie der Norden. Das muss berücksichtigt werden bei der Einspeisevergütung.“ Bayern hat auch eine Bundesratsinitiative für zusätzliche Ausschreibungsvolumina gestartet. Aiwanger dankte allen Beteiligten vor Ort: „Hier wurde nicht lange geredet, sondern gemacht. Genau solche Projekte brauchen wir in Bayern.“
Quelle:stmwi.bayern.de
