München:
Bayerns Wirtschaftsminister zum Quartalsminus der deutschen Autobauer
Aiwanger: „Unsere Autoindustrie braucht die Verbrenner! Elektroautos verkaufen sich schlecht, besonders auch im Ausland“
Die großen deutschen Autobauer sind mit einem Verkaufsminus ins Jahr 2026 gestartet. In ihren Quartalsberichten verzeichneten der Volkswagen-Konzern, BMW und Mercedes-Benz teils starke Einbrüche im internationalen Geschäft. Dazu Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Wir sehen, dass die deutschen Autobauer unter der schwierigen Weltlage leiden. Das ist aber nur ein Teil des Problems. Wenn man genauer hinschaut, zeigt sich, dass vor allem E-Autos deutlich weniger verkauft wurden. Das weltweit starke Verbrenner-Geschäft hält unsere Autoindustrie dagegen über Wasser. Wir müssen endlich die ideologischen Scheuklappen abnehmen und die Verbrenner-feindliche Politik der vergangenen Jahre beenden. Wenn wir politisch einseitig auf E-Mobilität setzen, würgen wir den wirtschaftlichen Aufschwung in unserem Land weiter ab. Wir brauchen alle Antriebsarten: auch moderne Diesel- und Benzinmotoren, Hybride und Wasserstoffantriebe. Die aktuellen Zahlen der Autobauer zeigen erneut, dass der jetzige Weg der Dekarbonisierung zu einer Deindustrialisierung Deutschlands führt und am Ende andere das Geschäft ohne uns machen.“ Deshalb fordert Aiwanger sofort Maßnahmen: „Die EU muss ein echtes Aus vom Verbrenner-Aus beschließen. Die Industrie muss die Autos produzieren und verkaufen dürfen die der Kunde will, ohne ideologische Flottengrenzwerte, CO2-Strafabgabe etc.“ Die Autoverkäufe im Bereich der E-Mobilität brachen bei den deutschen Autobauern je nach Markt teils drastisch ein. So waren etwa bei der VW-Tochter Audi unter den knapp 36 000 verkauften Autos in Nordamerika (ohne Mexiko) nur noch 959 E-Autos. BMW verzeichnete einen weltweiten Absatzrückgang von 20 Prozent im Bereich Elektrofahrzeuge. VW als Gesamtkonzern lieferte weltweit knapp 8 Prozent weniger E-Autos aus, in China gingen die Verkäufe sogar um 64 Prozent und in den USA um 80 Prozent zurück.
Quelle:stmwi.bayern.de
