Berlin:

Bundesminister Rainer läutet Finalrunde von „Unser Dorf hat Zukunft“ ein­
Startschuss für 5.000 Kilometer lange Experten-Tour – Bekanntgabe der Siegerdörfer im Juli

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat heute die Jury des 28. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ auf ihre Reise durch Deutschland geschickt. Die Expertinnen und Experten besuchen die 26 Dörfer, die es in die Finalrunde des Bundesentscheids geschafft haben. Die Teilnehmerdörfer hatten sich zuvor auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene erfolgreich durchgesetzt. Mit dem Wettbewerb ehrt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) alle drei Jahre bürgerschaftliches Engagement auf dem Land.

Dazu sagt Bundesminister Rainer: „In unseren Dörfern zeigt sich jeden Tag, was möglich ist, wenn Menschen ehrenamtlich Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken. Mit Ideenreichtum und Tatkraft gestalten sie ihre Heimat selbst. Als ehemaliger Bürgermeister weiß ich: Ohne diese Menschen und ihr großes Engagement würde der Motor unserer Dorfgemeinschaften stottern oder ganz ausgehen. Für mich sind diese Menschen ‚Heimat-Macher‘ und genau diesen Einsatz wollen wir mit unserem Wettbewerb sichtbar machen und würdigen.

Der ländliche Raum ist mehr als ein Ort zum Leben. In unserer vielfältigen Heimat schlägt das wirtschaftliche Herz unseres Landes. Die Hälfte des Mittelstands sitzt außerhalb der Städte. Auf Höfen, in Werkstätten und Familienbetrieben sowie bei unseren Hidden Champions entstehen Wertschöpfung, Innovation und Arbeitsplätze. Wir sichern unseren Wohlstand, wenn sich diese Stärke entfalten kann. Daran arbeitet die Bundesregierung: mit Investitionen in die ländlichen Räume für gleichwertige Lebensverhältnisse.“

Die Jury-Tour macht Halt in allen 13 deutschen Flächenländern. Sie startet im brandenburgischen Naugarten in der Uckermark und findet – nach Zwischenstationen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Sachsen – ihren Abschluss im niedersächsischen Heckenbeck (Kreis Northeim).

Den vollständigen Routenplan für die Bereisung finden Sie hier<https://land-zukunft.de/fileadmin/redaktion/dokumente/dorfwettbewerb/bmleh_28._bundeswettbewerb_routenplan.pdf>.

Die Fachjury besteht aus 26 Mitgliedern, darunter die zwei Vorsitzenden Hans-Jörg Birner (Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring) und Marion Frohnapfel (Bürgermeisterin der Gemeinde Nüsttal). Vor Ort treffen sie auf die Bürgerinnen und Bürger, die der Jury die Projekte und Ideen präsentieren, mit deren Umsetzung sie das Leben im Ort attraktiver gestaltet haben. Dabei geht es um ein vielfältiges Themenspektrum von der Unterstützung wirtschaftlicher Initiativen und der Verbesserung der Infrastruktur über soziales und kulturelles Engagement bis zum nachhaltigen Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt.

Die komplette Juryzusammensetzung finden Sie hier<https://land-zukunft.de/dorfwettbewerb/jury/>.

Das BMLEH wird nach Abschluss der Reise am 1. Juli bekanntgeben, welche Dörfer mit den Medaillenrängen Gold, Silber und Bronze geehrt werden. Insgesamt haben – beginnend auf Kreisebene – 1.221 Dörfer aus ganz Deutschland an der 28. Runde des bundesweiten Wettbewerbs teilgenommen.

Hintergrund:
Der Wettbewerb blickt inzwischen auf eine 65-jährige Geschichte zurück. Das BMLEH macht mit den Auszeichnungen bürgerschaftliches Engagement sichtbar und stellt die Eigeninitiative und Entwicklung von Dörfern in den Mittelpunkt. Sie dienen als Ansporn, die Lebensqualität auf dem Land durch eine nachhaltige Dorfentwicklung zu verbessern und vor Ort Verantwortung zu übernehmen. Denn die Herausforderungen in ländlichen Regionen sind groß: In vielen Regionen zeigt sich der demografische Wandel und stellen sich die Fragen der Mobilität, gesundheitlicher Versorgung und der Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen. Auch die Digitalisierung verändert das Leben auf dem Land zunehmend und bewegt die Menschen in ihrem Lebensalltag. Der Wettbewerb setzt Impulse, sich dieser Zukunftsfragen in der Dorfgemeinschaft aktiv anzunehmen und Ziele und Wege für geeignete Lösungen gemeinsam zu entwickeln. Dass dies gelingen kann, zeigen die Dörfer im Bundesentscheid immer wieder auf beeindruckende Weise.

Pressematerial mit ausführlichen Informationen zum 28. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ finden Sie hier<https://land-zukunft.de/dorfwettbewerb/presse/>.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion