Augsburg:

Bayerns Energieminister unterstreicht beim Landesverband der Erneuerbaren Energien:

Freistaat ist Spitzenreiter bei Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse – Windkraftausbau und Biogas hängt jetzt vom Bund ab Aiwanger: „Bayern ist erfolgreich beim Ausbau der Erneuerbaren – der Bund darf jetzt Windkraft und Biogas nicht länger blockieren!“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach beim Branchentag von LEE Bayern.

Foto: Viola Kemmer/StMWi   Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat beim Branchentag des Landesverbands Erneuerbare Energien Bayern (LEE) die starke Position des Freistaats beim Ausbau der erneuerbaren Energien hervorgehoben. Gleichzeitig forderte er vom Bund Änderungen bei der Energiepolitik.   Aiwanger: „Bayern ist erfolgreich beim Ausbau der Erneuerbaren – der Bund darf Windkraft und Biogas nicht länger blockieren. Wir brauchen bessere Ausschreibungsbedingungen für Windkraft und Biogas, damit diese Anlagen auch realisiert und weiterbetrieben werden. Frau Reiche will die Kosten der Energiewende begrenzen, es ist aber gerade falsch, dazu südlich des Netzengpasses Windkraft und Biogas kaputt zu machen. Denn das führt zu mehr Bedarf an Redispatch, was wiederum die Kosten hochtreibt. 1000 Windräder in Deutschlands Süden haben oder nicht haben macht einen großen strategischen Unterschied, auch im Hinblick auf Netzstabilität. Wir erwarten zwar im Süden einen verstärkten Ausbau der Gaskraftwerke, dürfen unseren Blick bei den Erneuerbaren trotzdem nicht nur auf Photovoltaik verengen. Wind und Sonne in Kombination nutzt die teure Netzinfrastruktur bedeutend besser als nur Sonne. Das ist auch ein volkswirtschaftlicher Aspekt und ein Aspekt der Versorgungssicherheit unserer Wirtschaft. Wir können uns auch im Süden nicht dauerhaft nur auf Gas verlassen. Außerdem setzt der Bund derzeit auf die sogenannte Biotreppe bei Öl und Gas. Es ist deshalb völlig kontraproduktiv, Biogas abzuschalten wenn man gleichzeitig einen steigenden Bedarf an Biogas anstrebt.“   Der Freistaat verzeichnete allein im vergangenen Jahr 198 neu genehmigte Windenergieanlagen und 819 Genehmigungsanträge mit einerGesamtleistung von rund 2,8 Gigawatt.   Gleichzeitig bleibt Bayern führend bei der Photovoltaik. Zum 1. Juli 2026 waren rund 33 Gigawatt installiert. 4,8 Gigawatt davon waren allein 2025 dazugekommen – ein neuer Rekord.   Hinzu kommen über 2.700 Biogasanlagen mit knapp 1,5 Gigawatt Leistung sowie rund 3.800 Wasserkraftanlagen, die jährlich etwa zwölf Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Damit stammen rund 60 Prozent der deutschen Wasserkraftstromerzeugung aus Bayern.   Bayern erzeugt 75 Prozent des verbrauchten Stroms selbst, davon sind wiederum rund 75 Prozent erneuerbar.   Mit dem Energieplan Bayern 2040 verfolge die Staatsregierung eine konkrete Strategie für Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien, Speicher, Wasserstoff und Wärme. Dabei stehe ein dezentraler, wirtschaftlicher und bürgernaher Ausbau im Mittelpunkt.   Ein wichtiger Baustein sei die seit Anfang des Jahres geltende bayerische Beteiligungsregelung. Gemeinden und Landkreise erhalten bei neuen Windenergie- und Photovoltaik-Freiflächenanlagen verbindlich einen Anteil an der Wertschöpfung. Je nach Anlage können Kommunen dadurch jährlich Einnahmen im fünfstelligen Bereich erzielen. Aiwanger: „Die Energiewende gelingt nur mit den Menschen vor Ort. Wer Anlagen baut, muss die Bürger und Kommunen daran beteiligen. So wird aus einem Windrad oder einer Freiflächenanlage ein echter Standortvorteil für die Region.“   Kritisch äußerte sich Aiwanger zu den derzeitigen Plänen des Bundes. Der Minister erwartet, dass Berlin gezielt Lösungen liefert für flexible Netzanschlussvereinbarungen, einen stärkeren Ausbau von Batteriespeichern und Pumpspeichern, einen schrittweisen Übergang zur Direktvermarktung bei Photovoltaik sowie den Erhalt der Einspeisevergütung für kleine Wasserkraftanlagen. Darüber hinaus fordert Bayern bessere Ausschreibungsbedingungen für Windenergie im Süden Deutschlands sowie den Erhalt der Biomasse durch ausreichende Ausschreibungsvolumina.   Ansprechpartner: Jürgen Marks Leiter Pressereferat   Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger forderte vom Bund Änderungen bei der Energiepolitik.

 

Quelle:stmwi.bayern.de

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