München:
Bayerns Wirtschaftsminister begrüßt EU-Paket zur technologischen Souveränität
Aiwanger: „Europa muss bei Schlüsseltechnologien souveräner werden – Bayern geht bereits voran“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt das von der Europäischen Kommission angekündigte Paket zur technologischen Souveränität Europas. Es umfasst Maßnahmen zur Stärkung der Halbleiterindustrie, den Ausbau sicherer Cloud- und KI-Infrastrukturen, eine europäische Open-Source-Strategie sowie die stärkere Verzahnung von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Energiesektor. Aiwanger: „Europa muss bei Schlüsseltechnologien unabhängiger und wettbewerbsfähiger werden. Dass die EU dieses Thema jetzt entschlossen anpackt, ist richtig und notwendig. Bayern ist auf diesem Weg bereits Vorreiter – mit einer starken Mikroelektronik, exzellenter Forschung, leistungsfähigen Rechenzentrumsstandorten und einer klaren Digitalstrategie.“ Besonders große Chancen sieht Aiwanger im geplanten European Chips Act 2.0. Anders als der erste Chips Act betrachte dieser die gesamte Wertschöpfungskette – von der Waferherstellung über Anlagenbau und Chipdesign bis hin zu Produktion und Testing. Davon profitiere Bayern mit rund 250 Unternehmen entlang der Mikroelektronik-Wertschöpfungskette. Aiwanger: „Gerade Bayerns Stärke im Chipdesign und unser breiter Branchenmix werden künftig noch besser berücksichtigt. Das stärkt unsere Innovationskraft und macht den Freistaat als Mikroelektronikstandort international noch attraktiver. Es ist gut, das wir das Thema Chipdesign seit Jahren im Freistaat vorantreiben.“
Auch den geplanten Cloud-&-AI Development Act der EU bewertet Aiwanger grundsätzlich positiv. Bayern investiere bereits konsequent in leistungsfähige Rechenzentren und verfüge mit seinen Forschungsclustern über hervorragende Voraussetzungen. Gleichzeitig warnt der Minister vor übermäßiger Regulierung: „Digitale Souveränität darf nicht zu mehr Bürokratie führen. Neue Anforderungen müssen praxistauglich sein und Innovation ermöglichen, statt sie durch überzogene Nachweispflichten auszubremsen.“ Die angekündigte europäische Open-Source-Strategie passe ebenfalls zum bayerischen Kurs. Open Source sei längst ein strategischer Baustein für digitale Souveränität. Bayern treibe den Einsatz offener Technologien und Daten bereits mit konkreten Pilotprojekten voran. Positiv bewertet Aiwanger zudem, dass die EU Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Energiewende künftig enger verzahnen will. „KI kann helfen, unsere Energieversorgung effizienter, sicherer und resilienter zu machen. Entscheidend ist jetzt, dass Europa schnell liefert und gleichzeitig unnötige Bürokratie abbaut. Das stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit gleichermaßen.“
Quelle:stmwi.bayern.de
