Regensburg:
BMW Werk Regensburg stellt innerbetriebliche Logistik auf Wasserstoff um
Aiwanger: „BMW ist mit der Umstellung auf Wasserstoff bei den Staplern ein Vorbild“
Foto: StMWi
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (r.) bei der Betankung des Wasserstoff-Staplers mit (v. l. n. r.) Armin Ebner (Werksleiter BMW Werk Regensburg), Katharina Radtke (Projektleiterin H2-Infrastrukturprojekt Regensburg) und Dr. Thomas Burger (Oberbürgermeister der Stadt Regensburg).
Das BMW Werk Regensburg stellt seine innerbetriebliche Logistik, vor allem den Staplern, auf Wasserstoff um. Den Startschuss für die Transformation gab Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zusammen mit Werkleiter Armin Ebner am heutigen Freitag. Ziel ist es, die gesamte Intralogistikflotte von mehreren hundert Fahrzeugen im Werk bis 2031 mit Wasserstoff – statt wie bisher batterieelektrisch zu betreiben. Aiwanger: „Mit der Inbetriebnahme ihres neuen Wasserstoffnetzes zeigt BMW erneut, dass Wasserstoff längst keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern ganz konkret in der Praxis funktioniert. Statt ideologische Vorgaben durchzuboxen, müssen wir Erneuerbare Energien technologieoffen und wirtschaftsfreundlich weiterentwickeln. Deshalb setzt sich die Bayerische Staatsregierung seit Jahren für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ein. Auch mit unseren Förderprogrammen für Wasserstofftankstellen und Elektrolyseure stellen wir die bayerische Vorreiterrolle bei diesem Zukunftsthema sicher. Dass BMW nun ihre Logistikflotte auf Wasserstoff umstellt, bestärkt uns in unserem Engagement.“ Weiter betonte der Minister die Praxistauglichkeit von Wasserstoff bei Nutzfahrzeugen: „Bisher musste BMW zwei Mal pro Neun-Stunden-Schicht 15 Minuten für den Batteriewechsel bei den Staplern einplanen. Mit der Umstellung auf Wasserstoff reicht eine Tankbefüllung – und das Tanken dauert nur drei Minuten. Das führt zu einer deutlichen Effizienzsteigerung, da die mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeuge länger und mit weniger Unterbrechungen eingesetzt werden können. Außerdem spart man Platz, da der Platz für den Batteriewechsel, hier im Werk immerhin 800 Quadratmeter, nicht mehr benötigt wird. Ich bin sicher, dass BMW mit der Umstellung auf Wasserstoff bei ihrer Logistikflotte ein Vorbild für andere Unternehmen sein wird.“ Im BMW Group Werk Regensburg entstehen derzeit ein rund sechs Kilometer langes Wasserstoff-Leitungsnetz, sechs dezentrale Tankstellen und eine zentrale Versorgungseinheit mit Pufferspeicher. Nach dem Start der ersten Tankstelle sollen bis Ende Oktober die übrigen fünf in Betrieb gehen. Damit werden dann im ersten Schritt rund 85 wasserstoffbetriebene Logistikfahrzeuge im Werk eingesetzt. Bis 2031 soll die gesamte Intralogistikflotte mit rund 320 Flurförderfahrzeugen umgestellt werden.
Quelle:stmwi.bayern.de
