München:
Bayerns Wirtschaftsminister fordert realistische Rahmenbedingungen für den Hochlauf emissionsfreier Nutzfahrzeuge
Aiwanger: „Wer immer strengere CO2-Ziele vorgibt, muss auch dafür sorgen, dass sie in der Realität erreichbar sind“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) sprach mit Alexander Vlaskamp, CEO MAN Truck & Bus SE, (l.) und Dr. Frederik Zohm, Entwicklungsvorstand MAN Truck & Bus SE, (r.) über die aktuellen Herausforderungen der Branche aber auch über Innovationen und Chancen bei MAN Truck & Bus.
Foto: StMWi/ J. Streng D
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat MAN Truck & Bus in München besucht. Im Mittelpunkt standen die Transformation der Nutzfahrzeugindustrie, der Hochlauf emissionsfreier Lkw sowie die europäischen CO2-Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge. Aiwanger: „MAN ist ein Flaggschiff der bayerischen Industrie und ein wichtiger Arbeitgeber. Wir wollen, dass auch in Zukunft Nutzfahrzeuge und die dazugehörigen Technologien in Bayern entwickelt und produziert werden. Dafür unterstützen wir unsere Unternehmen bei der Transformation mit gezielten Förderprogrammen.“ Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert zum Beispiel das Wasserstoffprojekt „Bayernflotte“ zur Entwicklung und Erprobung von Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen und unterstützt den Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur. Die ambitionierten Vorgaben aus Brüssel stellen die Hersteller jedoch vor große Herausforderungen. Die Flottengrenzwerte sehen gegenüber 2019 eine Reduktion der durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neufahrzeugflotten bei nahezu allen schweren Nutzfahrzeugklassen um 45 Prozent ab 2030, 65 Prozent ab 2035 und 90 Prozent ab 2040 vor. Der Minister fordert: „Wer immer strengere CO2-Ziele vorgibt, muss auch dafür sorgen, dass sie in der Realität erreichbar sind. Es hilft dem Klima nichts, wenn Brüssel Zielzahlen auf Papier schreibt, die am Markt vorbeigehen. Klimaschutz funktioniert nur mit einer starken Industrie, nicht gegen sie. MAN zeigt, welche Innovationskraft in unserer bayerischen Industrie steckt. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass aus Forschung auch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Bayern werden. Wir brauchen Technologieoffenheit, eine leistungsfähige Infrastruktur und vernünftige Rahmenbedingungen innerhalb Europas.“ Bei seinem Besuch informierte sich Aiwanger auch über einen automatisierten Elektro-Stadtbus, den MAN im Forschungsprojekt MINGA entwickelt. Ab Herbst 2026 soll der E-Bus im Münchner Stadtverkehr erprobt werden
Quelle:stmwi.bayern.de
