München:

Bayerns Wirtschaftsminister begrüßt Pläne der Lkw-Hersteller, Wasserstoff zu pushen

Aiwanger: „Hersteller setzen auch auf Wasserstoff-Lkws. Das bestätigt unseren Kurs in Bayern, wir dürfen uns von China nicht abhängen lassen“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßt, dass sich die Nutzfahrzeugindustrie immer stärker für Wasserstoff im Schwerlastverkehr einsetzt. Aktuell hat Daimler Truck angekündigt, mehrere Hundert Millionen Euro in Wasserstoff-Lkw zu investieren und gemeinsam mit Partnern ein Wasserstoff-Ökosystem für den Schwerlastverkehr aufzubauen.   Aiwanger: „Der Markthochlauf bei Wasserstoff-Lkws nimmt Fahrt auf. Die Hersteller investieren und bringen Wasserstoff-Nutzfahrzeuge auf die Straße. Das bestätigt unseren Kurs in Bayern. Wir dürfen uns von China nicht abhängen lassen, das in seiner Industriestrategie auch sehr stark auf Wasserstoff setzt. Noch sind wir in der Forschung und Entwicklung an der Weltspitze. Wenn wir das jetzt nicht in die breite Anwendung bringen, haben wir wieder eine Technologie verloren. Gerade im Schwerlastverkehr kann Wasserstoff bei Reichweite, Nutzlast und kurzen Tankzeiten seine Stärken ausspielen. Deshalb fördern wir nicht nur Tankstellen und Elektrolyseure, sondern mit unserem 35-Millionen-Euro-Programm gezielt auch Wasserstoff-Nutzfahrzeuge. Die ideologische Debatte, ob Batterie oder Wasserstoff die bessere Lösung ist, ist so überflüssig wie ein Kropf. Je nach Anwendungsszenario hat mal die eine und mal die andere Technik die Nase vorn.“   Bayern unterstützt seit August den Markthochlauf von Wasserstoff-Lkws mit einem eigenen Förderprogramm. Für den ersten Förderaufruf stehen bis zu 15 Millionen Euro für die Anschaffung von emissionsfreien Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb zur Verfügung.

Der Minister betont, dass der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft weiter unterstützt werden muss: „Wir wollen Wasserstoff-Lkws jetzt schneller in die breite Anwendung bringen. Wenn Hersteller Fahrzeuge entwickeln, Unternehmen ihre Flotten umstellen und gleichzeitig Tankstellen und Wasserstoffproduktion wachsen, entsteht ein funktionierendes Ökosystem. Bayern schiebt diesen Hochlauf gezielt an. Unser Ziel ist, Wasserstoff-Lkws aus der Kleinserie in den breiten wirtschaftlichen Einsatz zu bringen.“   Der Freistaat fördert darüber hinaus den Aufbau von Wasserstofftankstellen und Elektrolyseuren und unterstützt damit den Hochlauf von der Wasserstoffproduktion bis zum Einsatz im Fahrzeug.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion