München:
Bayerns Wirtschaftsminister bittet Bürger um Mithilfe bei der Suche nach Funklöchern
Aiwanger: „Mobilfunk muss funktionieren – die Bürger können helfen, weiße Flecken zu schließen“
Die bundesweite Mobilfunk-Messwoche geht in die zweite Runde. Ab Mittwoch, 24. Juni, sind Bürger aufgerufen, über die App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur (BNetzA) Funklöcher zu melden oder eine Breitbandmessung vorzunehmen und so unmittelbar zur Verbesserung des Netzes beizutragen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wirbt auch in diesem Jahr für eine hohe Beteiligung: „Bei der ersten Mobilfunk-Messaktion im vergangenen Jahr sind allein in Bayern über 30 Millionen Messpunkte erfasst worden. Das ist ein unglaublicher Datenschatz, der uns schwarz auf weiß zeigt, wo das Netz noch verbessert werden muss. Es gibt noch immer Funklöcher und Flecken, an denen kein 4G oder 5G verfügbar ist. Diese Lücken müssen geschlossen werden. Die Mobilfunk-Messwoche hilft uns dabei, unter anderem weil die Daten zeigen, dass die reale Netzabdeckung im Alltag durch Hindernisse wie Wälder oder Täler oft von den Planungskarten der Netzbetreiber abweicht. Ich bitte daher jeden, mitzumachen.“ Die Messwoche läuft bis einschließlich Mittwoch, 1. Juli. Die gewonnenen Daten bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze. Dieses Mal soll der Fokus stärker auf Qualitätsmessungen statt auf Empfangsmessungen liegen. Denn in unserer modernen, digitalen Gesellschaft ist entscheidend, dass Mobilfunk in guter Qualität zur Verfügung steht. Nur so können wir die Funktionen vieler Geräte wie etwa Smartphones effektiv nutzen. Bereits im Jahr 2019 hat Bayern als erstes Bundesland die Mobilfunkversorgung eigenständig und unabhängig überprüft – zunächst entlang der Autobahnen, später auch auf Bundesstraßen sowie entlang von ICE- und Regionalbahnstrecken. Zuletzt wurde Ende 2022 die Netzqualität auf mehr als 4.900 Kilometern Strecke untersucht. Im Rahmen des Mobilfunk-Förderprogramms des Bayerischen Wirtschaftsministeriums mit einem Gesamtvolumen von 130 Millionen Euro wurden bislang über 40 Funkmasten errichtet. Das Wirtschaftsministerium fördert den Bau von Funkmasten durch Kommunen mit bis zu 500.000 Euro. Dadurch können Gemeinden eigene Masten errichten, diese an Netzbetreiber vermieten und auf diese Weise Versorgungslücken schließen. Bereits die Markterkundung hat dazu geführt, dass Netzbetreiber in knapp 500 bayerischen Gemeinden neue Maststandorte schaffen oder bestehende ausbauen. In diesen Fällen erfolgt der Mobilfunkausbau ohne den Einsatz staatlicher Fördermittel. Zu Beginn der Messwoche hebt der Minister die Bedeutung einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung hervor: „Eine zuverlässige Netzabdeckung ist viel mehr als eine Frage des Komforts. Fehlender oder schlechter Mobilfunkempfang kann in Notfällen zum Sicherheitsrisiko werden, zum Beispiel wenn Rettungskräfte, Betroffene oder Ersthelfer nicht schnell genug Hilfe anfordern oder wichtige Informationen übermitteln können. Außerdem sind schlechte Netzverbindungen eine Belastung insbesondere für Unternehmen und Gewerbetreibende. Eine leistungsfähige Mobilfunkversorgung ist ein entscheidender Faktor für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts.“ Die App „Mobilfunk-Check“ der BNetzA ist ein Angebot der zafaco GmbH und kann über den App-Store oder den Google-Play-Store auf das entsprechende Smartphone heruntergeladen werden. Seit 2018 können Nutzer die augenblickliche Netzverfügbarkeit ihres Mobilfunknetzes erfassen und so gegebenenfalls vorhandene Funklöcher ermitteln. Die individuell erfassten Netzverfügbarkeiten (kein Netz, 2G, 4G, 5G) werden auf dem Endgerät gespeichert und in einer Karte dargestellt. Zudem werden die Daten an die Breitbandmessung übermittelt und fließen in die Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur ein.
Quelle:stmwi.bayern.de
