NEUSTADT a. d. DONAU :

Schließung des Mahle-Werks Neustadt an der Donau – Staatsminister fordert Umsteuern der EU

Aiwanger: „Aus für Mahle-Werk ist das bittere Ende einer Zitterpartie. Wir werden alles tun, um neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger reagiert mit großem Bedauern auf das Aus für das Mahle-Werk in Neustadt a. d. Donau (Landkreis Kelheim). „Auch die Bemühungen des Wirtschaftsministeriums konnten die für 2027 angekündigte Schließung nicht verhindern. Seitdem bekannt wurde, dass Aufträge ausbleiben, stehen wir im Austausch mit dem Unternehmen, den Arbeitnehmervertretern und den lokalen Mandatsträgern. Sämtliche uns zur Verfügung stehenden Unterstützungsinstrumente konnten die Entwicklung letztlich nicht aufhalten. Schwindende Umsätze der automobilen Premiummarken und der steigende Wettbewerbsdruck aus Asien beenden nun diese bittere Zitterpartie. Wir brauchen jetzt schnell Alternativen – für den Standort und für die Region.“   Mahle sei ein weiteres Beispiel für die Probleme von Traditionsunternehmen unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aiwanger: „Die EU muss endlich umsteuern und stärker auf Wachstum setzen, statt immer neue Regulierungen aufzubauen. Deutschland wird zu teuer für Produkte, die andere Länder ebenso gut herstellen können. Die Aufgabe ist klar: mehr Innovation für internationale Wettbewerbsfähigkeit und ein klarer Kurswechsel hin zur Unterstützung von Zukunftsindustrien – ohne ideologisch geprägte Vorgaben.“   Deutschland müsse sich in Brüssel entschiedener für Europas Industrie einsetzen. „Kostentreiber wie die CO -Steuer müssen ausgesetzt werden – ebenso Strafzahlungen für unrealistische Ziele beim Verbrennermotor. Brüssel muss bei den Beihilferegeln flexibler werden, wenn es um neue Industriearbeitsplätze oder die Transformation bestehender Stellen geht. Wirksame Entlastungen für Unternehmen, entschlossener Bürokratieabbau in allen Bereichen sowie verlässliche Rahmenbedingungen durch ein Regulierungsmoratorium – das ist jetzt gefragt.“

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion