München:

Staatsminister zieht klare Konsequenz aus seiner zweitägigen Österreich-Reise

Aiwanger: „Die Wirtschaft braucht Vorfahrt vor Brüssel und Bürokratie“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach in Wien mit Peter Hanke, Österreichs Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Foto: Korbinian Huber/StMWi   Download WIEN/MÜNCHEN – Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sieht nach seinem zweitägigen Österreich-Besuch die Einschätzung bestätigt, dass die Wirtschaft im Wirtschaftsraum Bayern/Österreich zu sehr unter Bürokratie und Brüsseler Fehlsteuerung leidet.   „Österreich und Bayern sind ein eng verflochtener Wirtschaftsraum und haben beide quasi die selben Probleme. Wie ein roter Faden hat sich durch die Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und der Politik die Aussage gezogen: Die Vorgaben aus Brüssel schaden unserer Wettbewerbsfähigkeit und obendrein stehen wir uns oftmals noch durch hausgemachte Bürokratie selbst im Weg. Wenn die Diagnose so eindeutig ist, muss die Gesellschaft insgesamt endlich handeln. Wir brauchen eine wirtschaftsfreundlichere Grundhaltung anstatt Generalverdacht, Überwachungsbürokratie, Green-Deal-Ideologie und Neiddebatten“, erklärte Aiwanger.   Die Wirtschaft in Österreich fürchte die Wiedereinführung der erfolgreich abgeschafften Erbschaftssteuer und eine Vermögenssteuer. Die Autoindustrie auf beiden Seiten der Grenze leide unter dem ideologischen Brüsseler Verbrenner-Aus, was Fehlinvestitionen in Milliardenhöhe vor allem auch bei Zulieferern ausgelöst hatte, weil die Elektromobilität nicht so schnell hochgelaufen ist, wie von der Politik eingefordert und erwartet. Die befürchteten Kosten des EU-Emissionshandels ab 2027 führten in der Industrie zu Investitionsstopp und Standortverlagerung raus aus der EU.   Aiwanger forderte: „Der EU-Green-Deal muss zu einem Economic-Deal abgeändert werden. Die verfehlte Brüsseler Industriepolitik ist geradezu ein Treppenwitz vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2000 die Lissabon-Strategie und 2010 das Programm Europa 2020 aufgelegt wurde mit dem Ziel, Europa zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Genau das Gegenteil ist eingetreten durch ideologische Fehlsteuerung und eine kleinteilige Bürokratie, die der Wirtschaft die Luft abschnürt. Das kann so nicht mehr akzeptiert werden. Von der Zivilgesellschaft über die Medien und oft auch der Justiz brauchen wir eine andere Sicht auf die Dinge. Wirtschaftspraktiker statt oftmals ideologischer wirtschaftsfeindlicher NGOs brauchen mehr Gehör, sonst gefährden wir Wohlstand und Demokratie.“ Am zweiten Tag seines Besuchs nahm der Staatsminister am Bayerisch-Österreichischen Industriedialog teil und traf den österreichischen Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Peter Hanke, sowie den Wirtschaftslandesrat der Steiermark, Willibald Ehrenhöfer.   Die Volkswirtschaften von Deutschland und Österreich sind eng miteinander verflochten. Mehr als 6.000 bayerische Unternehmen sind in Österreich aktiv. Das BMW-Motorenwerk in Steyr sowie das Wiener Werk von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) verdeutlichen diese enge Vernetzung mit den bayerischen Mutterkonzernen eindrucksvoll. Enge Zusammenarbeit besteht gerade auch im Bereichen der Hochtechnologie sowie bei Zukunftsthemen wie Wasserstoff, alternativen Antriebstechnologien und E-Mobilität, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.   Ansprechpartner: Jürgen Marks Leiter Pressereferat Bayerisch-Österreichischer Industriedialog in Wien: Staatsminister Hubert Aiwanger diskutierte mit Industrievertretern.

Foto: Korbinian Huber/StMWi

Quelle:stmwi.bayern.de

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Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.