Berlin:

Deutsch-Ukrainische Regierungskonsultationen: Enge agrarwirtschaftliche Zusammenarbeit vereinbart

Im Rahmen der Deutsch-Ukrainischen Regierungskonsultationen haben der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, und sein ukrainischer Amtskollege, der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksij Sobolew, heute vereinbart, die Zusammenarbeit im Forst , Ernährungs- und Agrarsektor weiter auszubauen. Geplant ist u.a. ein enger agrarwirtschaftlicher Austausch (beispielsweise über Saatgutproduktion), die Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung zu stärken, sowie die Ukraine bei der Annäherung des Agrarsektors an die Standards der Europäischen Union zu unterstützen.

Dazu erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: „Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine. Uns eint die Wertschätzung für unsere Land- und Forstwirtschaft als eine tragende Säule unserer Wirtschaft und unserer Heimat. Daher vertiefen wir unseren ‚Agrarpolitischen Dialog‘ und setzen dabei noch stärker auf eine wirtschaftliche Kooperation. Wir begleiten die Ukraine weiter auf ihrem Weg der Annäherung an die EU. Gleiche rechtliche Rahmenbedingungen und Standards sind die Basis für einen ausgeglichenen und fairen Wettbewerb. Ich freue mich auch, gemeinsam mit der Ukraine neue Ideen zu entwickeln, um die Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung auszubauen.“

Minister Oleksij Sobolew: „Wir sind Deutschland dankbar für seine praktische und systemische Zusammenarbeit, die vor allem dabei hilft, unseren Agrarsektor für die EU-Integration anzupassen. Gemeinsam arbeiten wir an der Entwicklung hochwertiger beruflicher Bildung und an der Stärkung des Systems der Lebensmittelsicherheit. Wir haben den Grundstein für eine Kooperation in der Biomethanproduktion und in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung gelegt. Es ist wichtig für uns, dass ukrainische Agrarproduzenten nach den EU-Standards arbeiten, was einen fairen Wettbewerb ermöglicht und die weltweite Ernährungssicherheit stärkt.“

In ihrem Gespräch tauschten sich Rainer und Sobolew über die bestehenden Kooperationen auch im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung sowie in der Wissenschaft aus und stellten die Weichen für neue bilaterale Initiativen. Die geplante Stärkung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit in der Forst-, Ernährungs- und Agrarwirtschaft umfasst folgende Eckpunkte:
* Ausweitung des Agrarpolitischen Dialogs (APD): Der bestehende APD wird um agrarwirtschaftliche Themenschwerpunkte ergänzt. Vorgesehen sind gemeinsame Konferenzen, Seminare, Studienreisen und Publikationen etwa zu Saatgutproduktion, landwirtschaftlicher Bewässerung und Milchverarbeitung.
* Vereinbarung einer Verwaltungspartnerschaft: Ziel der Partnerschaft zwischen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und der Ukrainischen Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzbehörde (SSUFSCP) ist ein engerer Austausch im Bereich der Lebensmittelsicherheit, auch unter Einbeziehung der Expertise des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).
* Stärkung der Zusammenarbeit im Forstbereich: Da der Ressource Holz insbesondere für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine eine große Bedeutung zukommt, soll neben einer nachhaltigen Forstwirtschaft auch die Anwendung neuer Technologien und Innovationen in der Forst- und Holzwirtschaft unterstützt werden.
* Unterstützung der Reformen im ukrainischen Agrar- und Ernährungssektor: Geplant ist, eine hochrangige Arbeitsgruppe zu etablieren, zusammengesetzt aus Vertretern beider Ministerien und der Parlamentsausschüsse, Mitarbeitern der Europäischen Kommission sowie Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Forschungseinrichtungen. Ein regelmäßiger Austausch über agrarpolitische Themen der EU soll den EU-Beitrittsprozess der Ukraine begleiten.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.