München:
Abend der Außenwirtschaft mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatssekretär Tobias Gotthardt
Aiwanger: „Wenn wir den leichten Aufschwung im Außenhandel sichern wollen, müssen wir hausgemachte Hürden wie die CO2-Bepreisung reduzieren oder sogar aussetzen.“ Gotthardt: „Bayern International ist das Herzstück unserer Außenwirtschafts- und Ansiedlungsförderung.“ Bayern International feierte 30-jähriges Jubiläum.
Foto: StMWi
Beim jährlichen „Abend der Außenwirtschaft“ haben Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatssekretär Tobias Gotthardt die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für den Wirtschaftsstandort Bayern betont und zugleich bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen in Europa gefordert. Bereits zum 28. Mal trafen sich die Repräsentanten der weltweit 30 bayerischen Außenwirtschaftsrepräsentanzen, sowie Unternehmen und Vertreter des Konsularischen Korps. Aiwanger: „Der Blick auf die Außenhandelszahlen zeigt trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen ein stabiles Bild. Das bayerische Handelsvolumen lag im vergangenen Jahr bei rund 456 Milliarden Euro. Besonders erfreulich ist, dass unsere Exporte 2025 um 0,9 Prozent auf 227 Milliarden Euro leicht zugelegt haben. Der europäische Binnenmarkt ist und bleibt unser wichtigster Stabilitätsanker.“ Das sei besonders vor dem Hintergrund sinkender Exporte in die USA (–9,8 Prozent) und nach China (–10,8 Prozent) ein gutes Signal. China rutschte damit von Platz drei auf Platz fünf der wichtigsten Exportpartner Bayerns ab. Wichtigste Abnehmer bayerischer Produkte bleiben die USA mit Exporten im Wert von rund 26 Milliarden Euro (etwa 12 Prozent), gefolgt von Österreich (17,5 Milliarden Euro) und Frankreich (15 Milliarden Euro). Der Wirtschaftsminister warnte zugleich vor zunehmendem Protektionismus und wachsenden Handelshemmnissen. Laut einer Umfrage des Deutscher Industrie- und Handelskammertags spürten im vergangenen Jahr 58 Prozent der deutschen Unternehmen Auswirkungen von Handelsbarrieren. Aiwanger: „Zölle schaden allen Akteuren. Von den aktuellen Unsicherheiten sind unsere exportstarken Branchen wie die Automobil-, Pharma- sowie die Eisen- und Stahlindustrie besonders betroffen. Wir brauchen mehr Freihandel statt neuer Hürden. Gleichzeitig müssen Bürokratie abgebaut, Unternehmenssteuern wettbewerbsfähig gestaltet und Energiepreise gesenkt werden. Unsere hausgemachten Hürden in Deutschland und der EU müssen schnell weg. Vor allem die CO2-Bepreisung muss dringend reduziert und in Krisenzeiten – wie wir sie aktuell mit Blick auf den Iran erleben – zeitweise ausgesetzt werden.“ Die Bayerische Staatsregierung unterstützt die Unternehmen aktiv bei der Erschließung neuer Märkte. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt hob dabei die Rolle der bayerischen Außenwirtschaftsstrukturen hervor: „Unsere Auslandsrepräsentanzen sind das internationale Aushängeschild Bayerns. Darauf können wir zu Recht stolz sein. In diesem Jahr feiern wir das 30-jährige Jubiläum unserer Außenwirtschaftsagentur Bayern International. Sie ist nicht nur das Herzstück der bayerischen Außenwirtschaftsförderung, sondern mit der Ansiedlungsagentur „Invest in Bavaria“ auch ein verlässlicher Partner im Inland.“ In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich die Zielmärkte der bayerischen Wirtschaft deutlich verändert und erweitert. Bayern International hat diesen Wandel begleitet und seine Angebote konsequent weiterentwickelt. Parallel dazu hat die Ansiedlungsagentur Invest in Bavaria rund 2.500 Ansiedlungen und Erweiterungen internationaler Unternehmen im Freistaat erfolgreich unterstützt. Ansprechpartnerin: Dr. Aneta Ufert Stellv. Pressesprecherin Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte in seiner Rede vor rund 500 Gästen die Bedeutung der Außenwirtschaft.
Quelle:stmwi.bayern.de
