München:
Ein Jahr Bayerisches Energiekonzept – Wirtschafts- und Energieminister Zeil zieht Zwischenbilanz

Bayern hat klares Konzept für Energiewende, aber Durchbruch auf Bundesebene ist noch nicht geschafft“

Ein
Jahr nach der Verabschiedung des Bayerischen Energiekonzepts
durch die Staatsregierung am 24. Mai 2011 zieht Wirtschafts-
und Energieminister Martin Zeil für Bayern eine positive
Bilanz: „Der Freistaat marschiert voran. Wir haben
ein klares Konzept für die Energiewende und setzen
es konsequent um. Mit den vier Schwerpunkten unseres
Konzepts – Ausbau erneuerbarer Energien, Netzausbau,
Erweiterung der Stromerzeugung auf Gasbasis und Energieeffizienz
– lagen und liegen wir genau richtig. Unser Ansatz
ist inzwischen bei allen Beteiligten weitgehend energiepolitischer
Konsens. Wir bringen alle Akteure an einen Tisch und
veranlassen sie zu gemeinsamem Handeln“; erklärt
Zeil.

 

Bayern liege bei der Umsetzung
im Plan, betont der Energieminister. „Wir stehen
heute bei einem Erneuerbaren-Energie-Anteil an der
bayerischen Stromversorgung von rund 30 Prozent und
halten gut Kurs auf die 50 Prozent im Jahr 2021.“
Beispielweise stünden viele Energieunternehmen und
Kommunen in den Startlöchern für den Bau neuer Windkraftanlagen,
seit die Staatsregierung mit dem Windatlas, dem Windkrafterlass
und der Gebietskulisse Windkraft wesentliche Planungshilfen
geschaffen habe. Seit September 2011 vernetzt die neue
Energieagentur ENERGIE INNOVATIV die verschiedenen
Akteure der Energiewende. Sie initiiert und begleitet
Maßnahmen, mit denen die Energiewende im Freistaat
gestaltet wird. Die Energieforschung in Bayern wird
mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag aus dem
Nachtragshaushalt gefördert. Zeil: „Das Gelingen
der Energiewende steht und fällt mit den Investitionen
von Wirtschaft, Energieversorgern, Kommunen und Bürgern.
Deshalb führe ich intensive Gespräche mit Investoren
und werbe für eine Akzeptanz in der Bevölkerung.
Die bayerische Verwaltung führt Planungs- und Genehmigungsverfahren
zügig und konstruktiv durch.“

 

In
drei für die Versorgungssicherheit und die Energiepreise
entscheidenden Punkten müsse allerdings Berlin handeln,
bekräftigt Zeil und führt aus: „Beim Ausbau der
Stromautobahnen, bei den Rahmenbedingungen für neue
Gaskraftwerke sowie bei der Weiterentwicklung der Förderung
von erneuerbaren Energien im Zuge einer EEG-Reform
brauchen wir dringend Fortschritte. Gerade der Industriestandort
Bayern als wirtschaftliches Kraftzentrum Deutschlands
ist auch in Zukunft auf eine sichere und bezahlbare
Energieversorgung angewiesen. Der Freistaat hat hier
klare Konzepte, aber der Bund hat die Gesetzgebungskompetenz“,
erläutert der Wirtschaftsminister.

 

Leider
sei der Durchbruch auf Bundesebene auch nach dem jüngsten
Spitzengespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel
und den Ministerpräsidenten noch nicht geschafft.
„Es gibt keine Alternative dazu, weiter Druck auf
Berlin auszuüben“, ist Zeil überzeugt. „Ich freue
mich, dass sich bei den Ministerpräsidenten die Erkenntnis
durchgesetzt hat, dass wir beim Energieumbau den Gefahren
einer schleichenden Deindustrialisierung entgegenwirken
müssen. Wenn im gegenwärtigen Strommarkt eine Kraftwerksinvestition
nicht wirtschaftlich ist, dann wird nicht investiert
– egal ob es sich um private, kommunale oder staatliche
Investoren handelt. Diese Investitionsblockade zu lösen,
ist Hauptaufgabe der Politik bei der Energiewende“,
so Zeil abschließend.

Quelle:  stmwivt.bund.de

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.