Forstenried:

Bayerns Energieminister beim Spatenstich für neuen Windpark bei München Aiwanger:

„Der Windpark im Forstenrieder Park zeigt, wie die Energiewende funktioniert: regional und bürgernah. Der Bund darf durch ein zu geringes Ausschreibungsvolumen keinen Fadenriss beim Ausbau riskieren“ Im Forstenrieder Park südlich von München entsteht auf Staatswaldflächen ein neuer Windpark. Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger hat heute am Spatenstich teilgenommen.

Foto: StMWi/Bastian Brummer

Der Windkraftausbau in Bayern gewinnt weiter an Geschwindigkeit. Im Forstenrieder Park südlich von München entsteht auf Staatswaldflächen ein neuer Windpark mit sechs Anlagen. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger betonte beim Spatenstich: „Der Windpark im Forstenrieder Park zeigt, wie Energiewende funktioniert: regional und bürgernah. Genau solche Projekte brauchen wir – mit Kommunen, die anpacken, mit Bürgern, die sich beteiligen, und mit Wertschöpfung, die in der Region bleibt. Sechs Anlagen, 33 Megawatt Leistung und Strom für rund 20.000 Haushalte sind ein starkes Signal für mehr Energieunabhängigkeit und Krisensicherheit. Wenn wir unsere eigenen Ressourcen nutzen, machen wir uns Schritt für Schritt unabhängiger von teuren Importen und stärken gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort.“   Vom Bund fordert der Minister ein Sonderausschreibungsvolumen für Windenergie an Land: „Frau Reiche darf bei der Windenergie keinen Fadenriss riskieren. Viele Windenergieprojekte sind in der letzten Ausschreibungsrunde leer ausgegangen und stauen sich jetzt. Wir sehen eindeutig: Der Wille ist da, jetzt muss der Bund auch darauf reagieren. Deshalb fordern wir in unserer Bundesratsinitiative ein zusätzliches Sonderausschreibungsvolumen von 5.000 Megawatt und Planungssicherheit für das Referenzertragsmodell. Die Projektierer verlassen sich darauf.“   Das Bürgerwindprojekt „Windkraft Forstenrieder Park“ wird von einer Arbeitsgemeinschaft der Gemeinden Neuried, Pullach, Baierbrunn und Schäftlarn auf Flächen des Forstbetriebs München der Bayerischen Staatsforsten umgesetzt. Geplant sind sechs Windräder mit jeweils rund 5,5 Megawatt Leistung, einer Gesamthöhe von je 246 Metern und einem Jahresertrag von je zehn Millionen Kilowattstunden. Vier Anlagen werden von der Bürgerwind Forstenrieder Park GmbH & Co. KG betrieben, an der neben den vier Gemeinden auch zwei Energiegenossenschaften beteiligt sind. Das Bürgerbeteiligungskapital in Höhe von 2,4 Millionen Euro war in weniger als zwei Tagen vollständig gezeichnet. Zwei weitere Anlagen betreibt die Innovative Energie für Pullach (IEP) GmbH und nutzt den Strom unter anderem für die örtliche Geothermieversorgung. Drehen sollen sich die Windräder Ende dieses Jahres.   Der Windkraftausbau im Staatswald ist ein zentraler Baustein der bayerischen Energiepolitik. Die Bayerischen Staatsforsten stellen als größter Waldbesitzer Bayerns mit über 800.000 Hektar Fläche geeignete Standorte bereit. Bis 2030 sollen rund 500 Windenergieanlagen im Staatswald auf den Weg gebracht werden. Aktuell sind dort 104 Anlagen in Betrieb, 27 weitere im Bau; zudem wurden 42 Standortsicherungsverträge für bis zu 170 zusätzliche Anlagen abgeschlossen. Waldstandorte bieten oftmals gute Voraussetzungen für die Windenergie, u. a. große Abstände zur Wohnbebauung und bestehende Forstwege zur Erschließung. Der Flächenbedarf ist mit rund 0,5 Hektar pro Anlage gering. Die verhältnismäßig kleinen dauerhaften Freiflächen um die Windräder können sehr gut ökologisch aufgewertet werden, etwa durch Magerrasen oder Strukturelemente für mehr Biodiversität.   Bayernweit sind derzeit 1.169 Windenergieanlagen mit rund 2,8 Gigawatt Leistung in Betrieb. 2025 wurden Genehmigungsanträge für 819 weitere Anlagen gestellt, für 198 Anlagen Genehmigungen erteilt und 17 neue Anlagen in Betrieb genommen. Bei der Dauer von Genehmigungsverfahren – durchschnittlich 7,7 Monate im ersten Halbjahr 2025 – liegt Bayern zwischenzeitlich bundesweit an der Spitze. Mit einer Bundesratsinitiative für verlässliche Förderbedingungen setzt sich der Freistaat dafür ein, das Ziel von 1.000 neuen Windenergieanlagen bis 2030 zu erreichen und den Ausbau konsequent fortzusetzen.    Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Sie haben den symbolischen ersten Spatenstich gesetzt (v.l.n.r.): Harald Zipfel, Bürgermeister von Neuried; Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München; Susanna Tausendfreund, Bürgermeisterin von Pullach, Staatsminister Aiwanger, Katharina Habersbrunner, Vorständin Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG; Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten; Christian Fürst, Bürgermeister von Schäftlarn sowie Patrick Ott, Bürgermeister von Baierbrunn.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.