Berlin – Peking:

Absichtserklärung mit China: Wichtiger Schritt in Richtung Regionalisierungsabkommen
BM Rainer berät mit Fleischbranche über aktuelle Marktsituation

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die Absichtserklärung für die Ausarbeitung eines Regionalisierungsabkommens zwischen Deutschland und China als wichtigen Fortschritt begrüßt. Vorausgegangen war eine fachliche Abstimmung mit der chinesischen Seite unter intensiver Beteiligung des BMLEH. Mit der Erklärung soll der Export von Schweinefleisch und weiteren Produkten vom Hausschwein nach China trotz Afrikanischer Schweinepest (ASP) perspektivisch wieder möglich werden. Auf der China-Reise des Bundeskanzlers wurde ein Fahrplan zur Anerkennung der erfolgreichen Regionalisierungsmaßnahmen in Bezug auf die ASP vereinbart. Seit dem Ausbruch der ASP im Jahr 2020 darf kein deutsches Schweinefleisch oder andere Produkte vom Hausschwein nach China exportiert werden. Unterzeichnet wurde außerdem ein Protokoll, das den Export von Geflügelprodukten nach China erstmalig ermöglicht.

Dazu erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer: „Die Absichtserklärung ist ein starkes Signal und ein wichtiger Schritt in Richtung ASP-Regionalisierungsabkommen. Möglich wurde die Erklärung durch die Vorarbeiten in meinem Ministerium. Die Afrikanische Schweinepest erfordert konsequente und zielgerichtete Bekämpfungsmaßnahmen. Gleichzeitig müssen wir verhindern, dass ganze Länder wirtschaftlich benachteiligt werden, obwohl ein Ausbruch klar regional begrenzt ist. Die Regionalisierung schafft hier einen fairen und praktikablen Rahmen für unsere Betriebe. Mit der Erklärung bekräftigen beide Staaten ihren Willen, die technischen Details zeitnah auszuarbeiten und ein verbindliches Abkommen abzuschließen. Bereits auf meiner Reise nach China Anfang April werde ich dazu weitere Gespräche führen.“

Die Fleischwirtschaft sieht sich derzeit mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert: Kriege, Tierseuchen sowie nicht-tarifäre Handelshemmnisse beeinträchtigen Marktzugänge und Lieferketten. Bei einem Treffen mit der Fleischbranche am Mittwoch sprach der Bundesminister daher von „positiven Signalen“ aus China und bekräftigte zudem, sich weiterhin für einen verstärkten Export stark machen zu wollen. Die Branchenvertreter lobten den Einsatz des Bundesministers und des BMLEH für weitere Absatzmärkte im Rahmen der Agrarexportstrategie.

Ziel ist die Sicherung und nachhaltige Steigerung der Agrarexporte insgesamt, um Wertschöpfung, Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland langfristig zu stärken. Die Strategie setzt auf die Unterstützung insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen beim Markteinstieg sowie auf die Öffnung und Wiederöffnung gesperrter Märkte. Produkte „Made in Germany“ genießen international hohe Wertschätzung. Exporte ermöglichen zudem eine ganzheitliche Verwertung geschlachteter Tiere und erhöhen so die Wertschöpfung.

Das BMLEH wird den Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Fleischwirtschaft und der weiteren ebenso betroffenen Branchen fortsetzen und die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten.

Hintergrund zur Absichtserklärung und dem Protokoll:
Ziel: Abschluss eines ASP-Abkommens zwischen Deutschland und China. Durch die Anerkennung der ASP-Regionalisierung und Aufhebung der ASP-Sperre könnten wieder wichtige Agrarprodukte wie Schweinefleisch, aber auch weitere Produkte vom Hausschwein wie beispielsweise Gelatine, Häute und Därme, nach China geliefert werden. Der chinesische Markt stellt für die deutsche Agrarwirtschaft einen bedeutsamen Absatzmarkt dar.

Das Protokoll zwischen dem BMLEH und der Generalzollverwaltung der Volksrepublik China öffnet u.a. den Markt für wärmebehandelte Geflügelfleischerzeugnisse (Hühnerfüße). Auf Grundlage des Protokolls kann nun die bilaterale Veterinärbescheinigung abgestimmt werden, welche für den eigentlichen Warenexport notwendig ist. Somit können nun trotz des Auftretens der Geflügelpest (HPAI) in Deutschland erste Geflügelprodukte nach China geliefert werden.

Quelle:bmleh.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.