Baudenbach:

Liefervertrag für interkommunalen Bürgerwindpark Steigerwald unterzeichnet

Aiwanger: „Der Ausbau der Windenergie gelingt nur mit den Menschen vor Ort. Der Bürgerwindpark Steigerwald ist dabei ein echtes Vorzeigeprojekt für ganz Bayern“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Unterzeichnung des Liefervertrags für die Windenergieanlagen mit allen Beteiligten und zahlreichen Unterstützern des Windparks Steigerwald.

Foto: StMWi

Mit der Unterzeichnung des Liefervertrags für die Windenergieanlagen des interkommunalen Bürgerwindprojekts im Steigerwald geht eines der größten Bürgerwindprojekte Bayerns in die nächste Phase. 19 Windenergieanlagen des deutschen Anlagenherstellers Enercon mit insgesamt rund 116 Megawatt Leistung entstehen im Bürgerwindpark Steigerwald.   Bei der feierlichen Unterzeichnung betonte Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger: „Wind ist eine wichtige Energiequelle. Sie ergänzt unsere starke Photovoltaik ideal – vor allem im Winter und in der Nacht. Ein Windrad liefert Strom für etwa 10.000 Menschen. Wenn wir jetzt die Speicher noch gezielt ausbauen, ist Windkraft ein wichtiger Beitrag für unseren Energiemix aus verschiedenen Quellen.“   Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk von sechs Kommunen und dem Projektentwickler Naturenergie Zeilinger. Auch die Regierung von Mittelfranken hat maßgeblich unterstützt – unter anderem beim Netzanschluss an das N-ERGIE Netz. Bis 2028 soll der Windpark über eine flexible Vereinbarung ans Netz gehen. Dieses innovative Instrument ermöglicht einen vorzeitigen Netzanschluss und dürfte künftig in ganz Bayern an Bedeutung gewinnen.   Ein Erfolgsfaktor ist die enge Bürgerbeteiligung. Über direkte Beteiligungsmodelle profitieren Kommunen und Bürger vor Ort. „Die Energiewende gelingt nur mit den Menschen, nicht gegen sie“, so Aiwanger. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2030 insgesamt 1.000 neue Windenergieanlagen auf den Weg zu bringen. Nach schwierigen Jahren mit einer strikten 10H-Regelung holen wir jetzt kräftig auf. Wir haben aktuell rund 1000 Windräder in der Genehmigung oder bereits genehmigt. Der Bürgerwindpark Steigerwald ist dabei ein echtes Vorzeigeprojekt für ganz Bayern.“   In seiner Rede verwies der Minister auch darauf, wie wichtig die Planungssicherheit beim Referenzertragsmodell ist. „Wir müssen hier am Ball bleiben. Es darf nicht sein, dass am Ende Bayern keine Ausschreibungen mehr gewinnt. Dieser Referenzertrag ist wichtig für Süddeutschland, damit man auch hier Windräder zu einem wettbewerbsfähigen Preis betreiben kann und die Krisensicherheit verbessert wird. Außerdem ist dringend die Erhöhung des Ausschreibungsvolumens nötig: fünf Gigawatt zusätzlich. Nur so bekommen wir den Überhang an gewünschten Windprojekten in die Umsetzung“, erläuterte der Minister.   Bereits heute erzeugt der Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim mehr erneuerbaren Strom als er insgesamt verbraucht. Mit der Realisierung des Bürgerwindparks wird der Landkreis seine Vorreiterrolle weiter ausbauen. Unterstützt wurde das Projekt von dem regionalen Windkümmern®. Die Windkümmerer® sind neutrale Ansprechpartner, die bei Windkraftprojekten tatkräftig unterstützen, etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort, durch fachliche Beratung, bei der Bauleitplanung oder beim Auswahlverfahren eines geeigneten Projektierers. Im Programm Windkümmerer® 2.0 wurden 350 Projekte betreut. Seit Anfang des Jahres läuft das Nachfolgeprogramm Windkümmerer® 3 und die Nachfrage ist unverändert hoch: Bereits 83 Anträge auf Betreuung und 67 Projekte werden aktiv betreut.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion