München:
Spezialfaser-Hersteller Kelheim Fibres gibt Schließung bekannt
Aiwanger: „Kelheim Fibres war leider nicht zu retten. Jetzt sind neue Arbeitsplätze für die Mitarbeiter und Ideen für das Gelände gefragt“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sein großes Bedauern über die Schließung von Kelheim Fibres zum Ausdruck gebracht. Das Wirtschaftsministerium und der Minister persönlich haben vielfache Versuche zur Rettung des Betriebes unternommen, letztlich war der Standort aber nicht wettbewerbsfähig angesichts zu hoher Energiekosten und einer schwierigen Marktlage. Den rund 350 Beschäftigten des bisher weltweit führenden Herstellers von Viskose-Spezialfasern sagte er Unterstützung beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu. Auch eine sinnvolle Nachnutzung sei jetzt gefordert. Aiwanger erklärte: „Wir haben uns in enger Abstimmung mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern um eine tragfähige Lösung für Kelheim Fibres bemüht und bedauern, dass alle Anstrengungen letztlich gescheitert sind. Die hohen Kosten sind für das Unternehmen nicht mehr zu schultern und der Markt ist offenbar nicht bereit, die gestiegenen Kosten zu akzeptieren. Der Fokus liegt nun auf der bestmöglichen Weitervermittlung der Mitarbeiter sowie auf einer ökonomisch sinnvollen Nachnutzung des Werksgeländes. Vielleicht liegt im Bereich der kommunalen Wärmeversorgung ein Lösungsansatz. Wir müssen jetzt in alle Richtungen denken.“ Im Rahmen der Insolvenz in Eigenverwaltung war ein Investoren- und Verkaufsprozess angestoßen worden, der jedoch ohne positives Ergebnis blieb. Kelheim Fibres hatte am Dienstag angekündigt, den Geschäftsbetrieb Ende März einzustellen. Das Unternehmen hatte den Wirtschaftsraum Niederbayern über viele Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt.
Quelle:stmwi.bayern.de
