Wiesenfelden:

Bayerns Wirtschaftsminister nimmt am Unternehmerfrühstück der Gemeinde Wiesenfelden teil

Aiwanger: „Der Staat muss den Unternehmern den roten Teppich ausrollen, statt ihnen Steine in den Weg zu legen. Wir haben die Marschrichtung vorgegeben: Jede Investition ist erwünscht, jede Betriebserweiterung ist erwünscht, jede Gewerbeansiedlung ist erwünscht“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (r.) zusammen mit Andreas Urban, Bürgermeister der Gemeinde Wiesenfelden.

Foto: StMWi/ K. Huber

Wie kann man den bayerischen Mittelstand stärken? Darum, aber auch um Fragen rund um die Energiepolitik im östlichen Niederbayern, ging es beim diesjährigen Unternehmerfrühstück der Gemeinde Wiesenfelden, an dem auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger teilnahm. Dort tauschte er sich mit Wirtschaftsvertretern, interessierten Bürgern sowie Kommunal- und Landespolitikern aus. Außerdem besuchte er die Firma Ökokiste Donau-Wald, einen Bioladen und Lieferservice für frische, ökologisch erzeugte Lebensmittel im Raum Niederbayern und der Oberpfalz.   Aiwanger: „Um unseren Mittelstand krisenresilient mit Energie zu versorgen, müssen wir uns breit aufstellen. Holz ist ein nachwachsender und heimischer Rohstoff, den wir auch als Energieträger nutzen müssen. Wir haben in Bayern aber auch über 2.700 Biogasanlagen und müssen dafür sorgen, dass diese grundlastfähigen Anlagen am Netz bleiben. Sie tragen zur regionalen Wärmeversorgung bei, oft hängen ganze Ortsteile daran. Ich sehe zudem eine große Chance im Bau von Windkraftanlagen, wir müssen dabei aber die Bevölkerung mit ins Boot holen. Wir haben die Vorgabe, in Bayern 1,8 Prozent der Fläche für Windenergie bereitzustellen, wir machen aber eine Differenzierung je nach Planungsregion. In der Region Donau-Wald planen wir 1,4 Prozent.“   Trotz seiner Stabilität steht der Mittelstand in verschiedenen Bereichen vor Herausforderungen, etwa bei den Themen Dekarbonisierung, Digitalisierung, dem demografischen Wandel und den hohen Energiepreisen. Auch die zahlreichen Konflikte in der internationalen Politik hinterlassen Spuren. So beklagen laut BIHK-Konjunkturbericht vom Herbst 2025 rund 40 Prozent der Unternehmen einen Auftragsmangel, 62 Prozent sehen das größte Risiko in der schwachen Inlandsnachfrage.   Deshalb forderte Wirtschaftsminister Aiwanger mehr Investitionen und mehr Freiraum für den Mittelstand: „Alle Behörden im Freistaat müssen an einem Strang ziehen – von der Gemeindeverwaltung über das Landratsamt bis zur Staatsregierung. Der Staat muss den Unternehmern den roten Teppich ausrollen, statt ihnen nicht selten Steine in den Weg zu legen. Wir haben die Marschrichtung vorgegeben: Jede Investition ist erwünscht, jede Betriebserweiterung ist erwünscht, jede Gewerbeansiedlung ist erwünscht – wenn nötig auch im Außenbereich. Das müssen die Verwaltungen umsetzen und dürfen Brandschutz, Datenschutz, Umweltschutz und andere Verordnungen nicht als Wirtschaftsbremse missbrauchen. Der Handlungsspielraum muss im Sinne der Bevölkerung ausgelegt werden, wo das nicht reicht, müssen Gesetze auch angepasst werden. Das Bürgergeld muss drastisch reduziert, die Erbschaftssteuer muss abgeschafft werden.“

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.