Berlin:
Ban Ki-moon-Gipfel: Hendricks wirbt für ehrgeizige Klimaziele

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat auf dem UN-Sondergipfel zum
Klimaschutz in New York zu mehr Engagement im Klimaschutz und in der
Klimafinanzierung aufgerufen. Die großen CO2-Emittenten müssten bis
Anfang 2015 anspruchsvolle Klimaschutzbeiträge vorlegen. Deutschland
bleibe bei seinem Ziel 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 zu mindern
und werde zusätzlich Anstrengungen im Klimaschutz unternehmen. Die
reichen Länder sollen sich zudem noch in diesem Jahr an der Auffüllung
des Grünen Klimafonds beteiligen. Deutschland werde bis zu 750 Mio. Euro
in den Fonds einzahlen.

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„Unser Ziel ist ein Abkommen, das alle Staaten an feste
Reduktionsverpflichtungen bindet. Damit dies gelingen kann, müssen die
reichsten Länder den ärmeren Staaten partnerschaftlich zur Seite stehen.
Deutschland wird sich mit bis zu 750 Millionen Euro – rund 1 Milliarde
Dollar – an der Erstauffüllung des Green Climate Funds beteiligen. Es
wäre ein wichtiges Signal an die Entwicklungsländer, wenn möglichst
viele Länder sich bis zur Konferenz in Lima an einer substantiellen
ersten Auffüllung beteiligen würden“, sagte Hendricks in ihrer Rede im
Plenum des UN-Sondergipfels.
Hendricks warb eindringlich dafür, auch die langfristigen Ziele über 2030
hinaus nicht aus dem Blick zu verlieren. Letztlich müsse in diesem
Jahrhundert weltweit eine Wirtschaftsweise ohne zusätzlichen
Kohlendioxidausstoß realisiert werden. Dabei werde klar, dass die globale
Energieversorgung dekarbonisiert werden müsse. Der Neubau selbst der
effizientesten Kohlekraftwerke müsse daher bereits heute kritisch
überprüft werden, so die Ministerin.
„In der klima- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit werden wir keine
Finanzierung für Neubauten mehr zur Verfügung stellen und die
Modernisierung laufender Kohlekraftwerke in diesem Zusammenhang nur noch
eingeschränkt und nach klar definierten Kriterien finanzieren. Damit
schließt sich die Bundesregierung der Initiative mehrerer
Industriestaaten und Banken an“, sagte Hendricks.
Deutschland hat vergangene Woche den Ratifizierungsprozess für die neuen
Kyoto-Verpflichtungen (Kyoto II) durch einen Beschluss des Bundeskabinetts
auf den Weg gebracht. Damit trägt Deutschland dazu bei, dass das
Kyoto-Nachfolgeabkommen möglichst frühzeitig in Kraft treten kann.
Bundesministerin Hendricks kündigte in New York an, dass Deutschland
seine überschüssigen Emissionsrechten aus dem Kyoto-Protokoll löschen
wolle. In dem Umfang, in dem Deutschland seine Kyoto-Verpflichtungen im
Nicht-Emissionshandelsbereich nach EU-Recht übererfüllt hat, sollen die
nicht benötigten Zertifikate nicht verkauft, sondern stattdessen
sukzessive gelöscht werden. Damit wird verhindert, dass zusätzliche
Klimaschutzanstrengungen in Deutschland verpuffen, indem die Zertifikate
anderswo auf der Welt genutzt werden und zu zusätzlichem
Treibhausgasausstoß führen.

Weitere Informationen:
http://www.bmub.bund.de/klimaschutz

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.