München:

Staatsministerium entwickelt Modellverteilung auf Grundlage einer Potenzialanalyse des Ökoenergie-Instituts Bayern (ÖIB)

Aiwanger: „Unsere richtungsweisenden Orientierungswerte für die Windenergie-Teilflächenziele bis 2032 bringen mehr Planungssicherheit in die Regionen“

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie hat unverbindliche Orientierungswerte für die Windenergie-Teilflächenziele bis 2032 festgelegt. Die konkrete Ausweisung dieser Flächen erfolgt durch die Regionalen Planungsverbände. Da das Potenzial für Windenergie in einigen Regionen begrenzt ist, entwickelte das Staatsministerium eine fachliche Modellverteilung. Grundlage hierfür ist eine Potenzialanalyse des Ökoenergie-Instituts Bayern (ÖIB) am Landesamt für Umwelt.   Die darin enthaltenen Teilflächenziele (TFZ) 2032 für die 18 bayerischen Regionen liegen zwischen 1,3 und 2,1 Prozent der jeweiligen Regionsfläche. Diese Werte sind als unverbindliche Orientierungs- und empfohlene Mindestwerte zu verstehen, bis sie endgültig im Landesentwicklungsprogramm (LEP) festgeschrieben werden.   Die verbindlichen Flächenziele für die Bundesländer sind im Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG) geregelt. Für Bayern bedeutet dies: Bis Ende 2027 müssen 1,1 Prozent der Landesfläche ausgewiesen werden, bis Ende 2032 müssen es bayernweit 1,8 Prozent sein.   Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2025 angekündigt, die bis zum 31. Dezember 2032 geltenden Flächenbeitragswerte für Windenergie – in Bayern 1,8 Prozent der Landesfläche – nochmals zu überprüfen. Die Unsicherheit über die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen seitens des Bundes sorgt zunehmend für Verunsicherung bei Planern und Investoren.   Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erklärt: „Ich freue mich sehr, dass inzwischen die Mehrheit der Regionen in Bayern – trotz der noch ausstehenden Bestätigung des Flächenziels 2032 durch den Bund – die Windenergiesteuerung erfolgreich umgesetzt hat. Mit unseren richtungsweisenden Orientierungswerten konnten wir in einigen Regionen die Spannungen vor Ort reduzieren.“   Mehr als die Hälfte der 18 Regionalen Planungsverbände in Bayern hat in den vergangenen drei Jahren zusammen rund 62.540 Hektar neue Windenergiegebiete ausgewiesen. Dahinter stehen umfangreiche und aufwändige Planungsprozesse. Neben der Windhöffigkeit müssen zahlreiche weitere Aspekte berücksichtigt werden, darunter zivile Luftfahrt, Denkmalschutz und Netzinfrastruktur. Zudem ist sicherzustellen, dass die räumlichen Auswirkungen nicht zu einer Überlastung von Bürgern und Ortschaften führen.   Die Windenergieplanung in Bayern liegt in der Verantwortung der Regionalen Planungsverbände in kommunaler Trägerschaft. In umfangreichen Beteiligungsverfahren werden alle relevanten Belange erfasst, teils mehrere tausend Stellungnahmen ausgewertet, geprüft und gegeneinander abgewogen.   Aiwanger betont: „Der Ausbau der Windenergie an verträglichen und möglichst konfliktarmen Standorten bei größtmöglicher kommunaler Akzeptanz ist keine leichte Aufgabe. Die Regionalen Planungsverbände leisten hier jedoch hervorragende Arbeit.“   Aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Windenergiepotenziale hat die Staatsregierung zunächst einheitlich nur die Mindestziele bis Ende 2027 in Höhe von 1,1 Prozent der jeweiligen Regionsfläche für alle 18 bayerischen Regionen vorgegeben. Werden die Vorgaben nicht erfüllt, können Windenergieanlagen errichtet werden, ohne Steuerungsmöglichkeiten durch Länder und Kommunen.   Da der Bund seine Evaluation der Zielvorgaben bis 2032 noch nicht abgeschlossen hat, wurden die darüber hinausgehenden differenzierten Flächenziele den Regionalen Planungsverbänden vorerst lediglich als unverbindliche Orientierungswerte empfohlen. Weitere Einzelheiten zu diesen Orientierungswerten finden Sie unter:   https://www.energieatlas.bayern.de/erneuerbare-energien/windenergie/themenplattform-planen-genehmigen/regionalplanung

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.