Fürth:

Für Oberbürgermeister Thomas Jung hat es sich um Entwürfe gehandelt, die „die Umwelt in Staunen versetzt haben“. 2001, also noch vor seiner Amtszeit, gewann das Mannheimer Büro „fab architekten“ um Swen Brodkorb einen städtebaulichen Wettbewerb mit Plänen, die eine aufwändig ausgestattete Dreifachturnhalle an der Kapellenstraße aufwiesen. Finanz- und Wirtschaftskrise, Haushaltskonsolidierung und der damit einhergehende Sparzwang führten dazu, dass das ambitionierte Großprojekt immer wieder aufgeschoben werden musste.

deutschland

Nun aber – mehr als zehn Jahre später – nimmt das Vorhaben Fahrt auf. Dieser Tage legten Oberbürgermeister Thomas Jung, Bürgermeister Markus Braun, der als Referent auch für Sport und Schulen verantwortlich ist, und Stadtbaurat Joachim Krauße zusammen mit Architekt Brodkorb den Grundstein für die neue Halle. Eine zylindrische Stahlkartusche, auf der Datum und Anlass eingraviert sind, befüllten sie mit den aktuellen Ausgaben der StadtZEITUNG und der Fürther Nachrichten, einem Münzsatz, den Bauplänen sowie – als Reminiszenz an die Heimatstadt des Entwurfsverfassers – einer Portion „Mannemer Dreck“ und versenkten sie in eine Bodenplatte.

Der etwa 11,9 Millionen Euro teure Neubau wird freilich im Vergleich zum ursprünglich geplanten Modell deutlich bescheidener ausfallen. Auf der Strecke blieben ein Parkhaus mit 300 Plätzen, eine Gaststätte, ein Fitness-Studio, eine Kleinsporthalle, eine Tribüne für 1000 Zuschauer und die vorgesehenen Kegelbahnen. Trotzdem sprach Braun von einem „Freudentag für den Schul- und Vereinsport in der Kleeblattstadt“. Schließlich handele es um die größte Investition der vergangenen Jahrzehnte auf diesem Gebiet und weit mehr als eine gewöhnliche Halle. Zusammen mit den nahe gelegenen Jedermann-Plätzen, der Charly-Mai-Anlage entstehe ein neues Sportzentrum, das sich zu einem Aushängeschild der Stadt entwickeln und auch im Bereich Veranstaltungen für die ganze Region von großer Bedeutung sein werde.

Laut Jung gilt das auch in städtebaulicher Hinsicht. Denn die Dachkonstruktion des mit einer Piazza versehenen Gebäudekomplexes besteht aus zwei Membranen – einer äußeren und einer inneren Haut. Letztere soll nach Auskunft von Architekt Swen Brodkorb das Tageslicht reflektieren und mit der großen Glasfront zum Charly-Mai-Sportfeld hin für angenehme Lichtverhältnisse im Inneren sorgen.

„Es hat sich gelohnt, dass wir trotz der Abstriche an der ursprünglichen Planung festgehalten haben“, stellte Krauße fest, der auch daran erinnerte, dass die Dreifachsporthalle den Anstoß für weitere Investitionen darstelle. So werde sie nach der bis zum Beginn des Schuljahres 2014/2015 geplanten Fertigstellung die 1966 erbaute marode MTV-Halle ersetzen und den Weg für deren Abriss frei machen. Genau an dieser Stelle kann dann die von der Fürther Berufsfeuerwehr lange ersehnte Feuerwache gebaut werden. Das wiederum führe dazu, dass die bereits 105 Jahre alte Heimstatt der Brandschützer am Helmplatz einer Neunutzung zugeführt werden kann. Zudem biete die modulare Bauweise der neuen Halle die Möglichkeit, Elemente, die dem Sparzwang zum Opfer fielen, nachträglich doch noch zu integrieren. Ein weiterer Pluspunkt des Neubaus ist für Jung, dass auch in energetischer Hinsicht ein Fortschritt gegenüber der alten MTV-Halle erzielt wird.

„Insgesamt kann man festhalten, dass mit der kurz vor ihrer Vollendung stehenden, nahe gelegenen Skateranlage, dem Mehrgenerationenspielplatz, der dieser Tage eine spektakuläre neue Rutsche erhält, und dem Sportzentrum, das entsteht, das landschaftlich so wertvolle Gebiet am Flussdreieck eine enorme Aufwertung erfahren wird“, resümierte der Fürther Rathauschef.

Eine zylindrische Stahlkartusche, auf der Datum und Anlass eingraviert sind, wird befüllt und in eine Bodenplatte versenkt

Quelle:fuerth.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.