München:
Verbraucherministerin Aigner beim CyberCrime-Kongress in München:
„Wirtschaft muss Risiken im Netz auf ein Minimum reduzieren“

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat die Internet-Wirtschaft in die Pflicht genommen, sich stärker um die Sicherheit und Transparenz ihrer Online-Angebote zu kümmern. „Der Staat und seine Sicherheitsbehörden bekämpfen Cyber-Kriminalität mit großer Entschlossenheit, aber wir können die Unternehmen hier nicht aus der Verantwortung entlassen: Jedes Unternehmen, das im Internet aktiv ist und das Netz für Geschäfte nutzt, muss die Risiken kennen und auf ein Minimum reduzieren – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse der Verbraucher und Kunden“, sagte Aigner am Montag zur Eröffnung des CyberCrime-Kongresses 2012 in München.

„Die Unternehmen tragen Verantwortung für eine sichere Informationstechnik und dürfen hier nicht an der falschen Stelle sparen“, sagte Aigner vor Wirtschaftsvertretern, IT-Experten und Repräsentanten von Sicherheitsbehörden. Unter anderem die Finanzbranche müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, oft nicht genug für die Sicherheit der Kunden zu tun, erklärte Aigner und verwies auf jüngste Berichte über Risiken des mobilen Online-Banking in Verbindung mit Smartphones. „Ich fordere die Gerätehersteller und die Kreditwirtschaft auf, sich Gedanken zu machen, wie solche Angriffe in Zukunft verhindert werden können“, sagte Aigner. Sicherheitsmängel seien nicht nur eine ernsthafte Bedrohung für die Kundinnen und Kunden, sondern auch für den Geschäftserfolg.

In ihrer Rede forderte Aigner effektivere Schutzvorrichtungen und eine neue Kultur der Offenheit. „Wir brauchen vor allem Offenheit und Ehrlichkeit, wenn ein Hacker-Angriff Erfolg gehabt hat und es zu Datenverlusten gekommen ist“, sagte Aigner. Es sei nicht akzeptabel, wenn ein Unternehmen seine Kunden und die Öffentlichkeit erst verspätet oder nur scheibchenweise über Datenlecks informiere. „Die Öffentlichkeit hat Anspruch auf volle Transparenz“, so Aigner. Sie begrüßte die Initiative von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der eine Meldepflicht für Unternehmen einführen will, die Opfer einer Hacker-Attacke geworden sind. Auch EU-Kommissarin Neelie Kroes hatte hierzu ihre Unterstützung signalisiert.

Aigner erklärte, sie Teile die Sorgen von Sicherheitsbehörden vor einer neuen Qualität der Online-Kriminalität. So hätten es Täter zunehmend nicht mehr nur auf Kontodaten abgesehen, um damit anschließend Bankkonten plündern zu können. Immer öfter werde versucht, die gesamte Identität von Personen zu stehlen, vom Namen über Passwörter bis zu Personalausweisnummer und Kreditkartendaten. Der Identitätsdiebstahl habe Konjunktur, weil er den Datendieben noch immer zu leicht gemacht werde, wie Erhebungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des Branchenverbandes BITKOM zeigen: Demnach waren alleine von Mai bis Juli 2012 über 370.000 Internet-Nutzer von einem Angriff auf ihre privaten Daten betroffen. Kriminelle entwendeten in diesem Zeitraum über 100.000 Zugangsdaten für den Online-Einkauf, fast 49.000 E-Mail-Konten wurden gehackt.

Quelle: bmelv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.