Erlangen: 

Traditionell ohne anschließende Aussprache hat Erlangens Kämmerer Konrad Beugel am Donnerstag den Entwurf des städtischen Haushalts 2013 in den Stadtrat eingebracht. Wie schon im Vorjahr appellierte er dabei an alle Ratsmitglieder, von der „Wünsch-dir-was-Kultur“ Abstand zu nehmen. Stattdessen solle sich jeder fragen, welchen Beitrag er selbst für das Gemeinwesen leisten könne.

Beugel skizzierte den wirtschaftlichen Hintergrund seines Etatentwurfs für das kommende Jahr. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland schwäche sich ab, aber der Arbeitsmarkt zeige erfreuliche Entwicklungen. So gab es in Erlangen Ende 2011 mit über 87.250 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen einen Rekordwert. Allerdings sieht Beugel damit den Höhepunkt erreicht, zumal es an Gewerbegrundstücken in Erlangen fehle. Einige Firmen hätten dem Standort bereits den Rücken gekehrt. Positiv vermerkte Beugel vor allem erhebliche Mehrerlöse aus den diesjährigen Gewerbesteuern, die es nun klug einzusetzen gelte. Der Etatentwurf sieht aktuell Investitionen in Höhe von fast 34 Mio. Euro vor – u.a. für die Fortführung des Schulsanierungsprogrammes samt Neubau von Mensen und anderen Anbauten (7,4 Mio.), für den Bau und Unterhalt von Kindertagesstätten und Jugendeinrichtungen (7,3 Mio.) sowie für den Straßen- und Brückenbau (8,2 Mio. Euro). In den Kulturbereich sollen rd. 2,4 Mio. Euro fließen, u.a. für das MedArchiv im Museumswinkel und das Gemeindezentrum Frauenaurach. Für Sportinvestitionen, insbesondere die Sanierung des Freibades West, sind derzeit schließlich 1,5 Mio. Euro vorgesehen.

Beugels Fazit: „Das Positive an diesem Haushaltsentwurf ist das hohe Investitionsvolumen, das zweithöchste in den letzten 20 Jahren – und das bei gleichzeitiger Entschuldung in der Größenordnung von etwa einer Million Euro. Das Negative ist der wiederum hohe Fehlbetrag in der Ergebnisrechnung. „Der doppische Haushaltsausgleich“, so der Kämmerer, „ist damit nicht gegeben!“ Ein weiterer Wermutstropfen: Die aktuell gute Liquidität muss vollständig zur Deckung aller Haushaltslücken eingesetzt werden, und die Fehlbeträge im Finanzplan für die Jahre 2014 bis 2016 sind, wie die Kämmerei errechnet hat, erschreckend hoch.

Eckdaten des Haushaltsentwurfs 2013 (Ansatz): Gesamtbetrag Erträge 282,5 Mio. Euro; Gesamtbetrag Aufwendungen 297,1 Mio.; Investitionen brutto 33,8 Mio.; Steuereinnahmen 152,9 Mio.

Quelle:erlangen.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.