Köln:

Heute treffen sich in Köln über 140 Teilnehmer aus dem öffentlichen Sektor von Kommunen, Ländern und Bund zur Ideenwerkstatt „Campus 115“, um gemeinsam den Ausbau der einheitlichen Behördennummer 115 weiter voranzutreiben. Der Campus 115 ist keine Konferenz im üblichen Sinn, sondern ein offener Raum zum Austausch über die strategische und operative Weiterentwicklung der 115 über den telefonischen Kanal hinaus. Daneben wird sich der Campus mit Fragen befassen, die die Verwaltungsmodernisierung im Kern betreffen: Kann sich die öffentliche Verwaltung auf strukturelle Herausforderungen wie Budgetknappheit und demografische Veränderungen vorbereiten? Welche Rolle spielt dabei die 115 für Qualitätsverbesserungen und Effizienzerhöhungen?

Hierzu erklärt die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe: „Die Behördennummer 115 ist inzwischen zu einem echten Markenzeichen für eine bürgernahe Verwaltung geworden. Die Zusammenarbeit von Kommunen, Ländern und Bund bei diesem Vorhaben ist wegweisend. Ich freue mich, dass der bewährte Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten heute durch den Campus 115 eine weitere, neue Plattform findet. Hier können wir unsere gemeinsame Vision von einer bürgernahen und modernen Verwaltung weiter ausgestalten.“

Die Veranstaltung ist eine Initiative des Forschungsnetzwerkes ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie), mit Unterstützung der Stadt Köln und des Bundesinnenministeriums.

Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT, erklärt: „Wer die Polizei braucht, wählt 110. Feuerwehr über 112. Rufnummern, die jedes Kind kennt. So bekannt sollte auch die 115 werden. Sie unterstützt die Bürger bei Verwaltungsanliegen. Außerdem kann sie als Kanal dienen, Ideen oder Beschwerden an die Verwaltung zu richten.“

Die Stadt Köln hat die Behördennummer 115 zum Start des Pilotbetriebs 2009 eingeführt. Guido Kahlen, Stadtdirektor der Stadt Köln, erklärt hierzu: „Die Stadt Köln hat sich mit Überzeugung in 2009 dem 115-Pilotprojekt angeschlossen, weil die Bürgerinnen und Bürger einen einfachen und schnellen Draht zur Verwaltung wollen. Dieses Serviceangebot wird in Köln seit Beginn dieser Woche um den neuesten 115-Service, der telefonischen Terminvereinbarung für den Besuch einer Meldehalle oder des Kundenzentrums Innenstadt, erweitert. Wir haben noch viel vor mit der 115, damit die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger kompetent und vollständig bearbeitet werden.“

Rund 22 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben bundesweit bereits Anschluss unter der 115, 282 Kommunen und 11 Länder nehmen teil, seit 2011 ist auch die komplette Bundesverwaltung mit über 80 Behörden angeschlossen. Dadurch erhalten die Bürgerinnen und Bürger in den teilnehmenden Regionen nicht nur Informationen zu den lokalen Leistungen, sondern auch zu Leistungen der Länder und des Bundes wie z.B. der Praxisgebühr, zum BAföG oder zur Rente. Durch Änderungen bei den Tarifen ist die 115 jetzt noch kundenfreundlicher: Aus dem Festnetz und aus mehreren Mobilfunknetzen ist die 115 zum Ortstarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar.
Quelle: bva.bund.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.