München-Wiesbaden-Hannover:

Zeil, Rensch und Bode: „Europa steht am Scheideweg“
„Die Schuldenkrise eskaliert. Es ist höchste Zeit,
sich umgehend von einer Politik immer größerer Rettungsschirme
mit Problemverschleppung und Vertuschung zu verabschieden
und einen ernsthaften Reformkurs einzuschlagen, der
zu nachweisbaren Ergebnissen führt.“ Mit diesem
dringenden Appell machen die Wirtschaftsminister der
Länder Bayern, Hessen und Niedersachsen, Martin
Zeil, Florian Rensch
und Jörg Bode,
die Notwendigkeit eines einschneidenden Kurswechsels
in den Krisenstaaten und in der Europäischen Zentralbank
deutlich. In einem heute veröffentlichten gemeinsamen
Positionspapier stellen die Minister ein ganzes Bündel
zwingend notwendiger Reformen da.

„Die
EZB muss endlich wieder zu ihrer eigentlichen Aufgabe
zurückfinden: Geldwertstabilität sichern, nicht aber
Staaten Kredite bereitstellen oder Banken mit unangemessen
hoher Liquidität ausstatten. Dies bringt zwar enorme
Anpassungslasten für die betroffenen Länder mit sich,
ist aber die einzige Möglichkeit, einen Zusammenbruch
der Währungsunion durch Überschuldung und Inflation
zu verhindern“, so die Minister. Nach Auffassung
der Minister müssen in den Krisenländern Verwaltungslasten
abgebaut, die öffentlichen Verwaltungen modernisiert
und die Rechts- und Verwaltungsvorschriften systematisch
überprüft werden. Die Funktionsweise der Arbeitsmärkte
muss durch einschneidende Reformen im Bereich der Beschäftigungs-,
Bildungs- und Sozialpolitik verbessert werden. Die
Steuerpolitik muss auf Leistungs- und Wachstumsanreize
setzen.

 

Zugleich sprechen sich die
Minister für eine Stärkung des Ultima-Ratio-Prinzips
aus. Bevor überschuldete Staaten Hilfen der Gemeinschaft
in Anspruch nehmen, müssten sie ihre eigenen Refinanzierungsmöglichkeiten
stärker als bisher ausschöpfen. Zur Situation in
Griechenland haben die Minister eine eindeutige Haltung:
„Sollte die Troika zu dem Schluss kommen, dass die
Reformanstrengungen Griechenlands nicht ausreichend
sind und der IWF sich nicht an weiteren Finanzhilfen
beteiligen wird, muss die finanzielle Unterstützung
für die griechische Regierung definitiv eingestellt
werden.“ Für die Minister bleiben in diesem Fall
für Griechenland nur noch zwei Handlungsoptionen offen:
vorübergehende ‚Parallelwährung’ durch Zahlung
staatlicher Verbindlichkeiten gegenüber der griechischen
Bevölkerung in Form von Schuldscheinen, wodurch ausländische
Gläubiger durch viele inländische Gläubiger ersetzt
würden, oder ein freiwilliger Euroaustritt des Landes.

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.