Berlin:

Bundeskabinett beschließt Bericht zur Situation der Frauenhäuser

Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Bericht der Bundesregierung zur
Situation der Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und anderer
Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder in
Deutschland beschlossen. Der Bericht besteht aus einem im Auftrag des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellten Gutachten
„Bestandsaufnahme zur Situation der Frauenhäuser, der Fachberatungsstellen und
anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder“
sowie der dazu vom Bundesfamilienministerium erarbeiteten Stellungnahme der
Bundesregierung.

„In Deutschland gibt es ein dichtes, ausdifferenziertes Netz an
Unterstützungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Dennoch
finden nicht alle Betroffenen die Unterstützung, die sie brauchen“, sagt die
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.
„Gemeinsam mit Fachorganisationen und Einrichtungsträgern sind der Bund, aber
auch die Länder und Kommunen gefordert, bestehende Zugangsschwierigkeiten und
Versorgungslücken abzubauen und das Angebot zielgruppengerecht
weiterzuentwickeln. Mit dem bundesweiten Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen,
das Anfang 2013 zur Verfügung stehen wird, schließt die Bundesregierung eine
wichtige Lücke im Hilfesystem.“

Mit dem Bericht legt die Bundesregierung erstmals eine umfassende
Bestandsaufnahme des gesamten Hilfesystems bei Gewalt gegen Frauen. Die
Bestandsaufnahme ergibt für Deutschland mehr als 350 Frauenhäuser und mehr als
Schutzwohnungen mit mehr als 6.000 Plätzen, die jährlich etwa 15.000 bis 17.000
Frauen mit ihren Kindern – das heißt etwa 30.000 bis 34.000 Personen – Schutz und
Beratung bieten.

Hinzu kommen bundesweit mehr als 750 Fachberatungsstellen, die von Gewalt
betroffene Frauen qualifiziert beraten und unterstützen. Diese umfassen neben der
großen Zahl an Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen, die professionell auf
Gewalt gegen Frauen allgemein ausgerichtet sind oder deren Arbeitsschwerpunkt auf
der Beratung bei sexueller Gewalt liegt, auch etwa 130 Interventionsstellen bei
häuslicher Gewalt, ungefähr 40 Fachberatungsstellen für Opfer von Frauenhandel
sowie weitere auf spezifische Gewaltformen. Dazu zählen zum Beispiel auf
Zwangsverheiratung oder Stalking spezialisierte Fachberatungs- und
Kooperationsstellen.

Das Gutachten schafft erstmals eine solide Faktenbasis zur tatsächlichen
Situation der Unterstützungseinrichtungen vor Ort, für deren Ausgestaltung und
Finanzierung die Bundesländer und Kommunen verantwortlich sind. Die
Bundesregierung fördert die Entwicklung des Unterstützungssystems insbesondere
durch Modellprojekte und Forschungsvorhaben und durch die Förderung der
bundesweiten Vernetzung der Hilfsangebote. Beispiele sind das Modellprojekt
„Medizinische Intervention gegen Gewalt an Frauen“ (MIGG) und die repräsentative
Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und
Behinderungen in Deutschland“.

Durch effektive Weiterentwicklungen des geltenden Rechts auf bundes- und
landesgesetzlicher Ebene können Defizite bei der finanziellen Absicherung des
Schutzes gewaltbetroffener Frauen ausgeglichen werden. Eine grundsätzlich
angelegte rechtliche Neuordnung durch ein eigenständiges Bundesgesetz ist nach
Auffassung der Bundesregierung derzeit nicht erforderlich.

Quelle:bmfsfj.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.