München:
Bayerns Wirtschaftsminister Zeil zur Rettung der Banken in Spanien und Zypern

Der bayerische Wirtschaftsminister
und stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil
fordert die Bundesregierung auf, sich bei den nun angeforderten
Hilfen für spanische Banken auf keine faulen Kompromisse
einzulassen. Vor allem die von Spanien gewünschten
direkten Zahlungen aus den Rettungsschirmen an ihre
heimischen Banken lehnt der Minister ab. „Spanien
kann nicht ernsthaft erwarten, aus der Haftung für
die Rettungsmilliarden an die eigenen Banken entlassen
zu werden“, mahnt Zeil. „Die Rettungsschirme sind
doch kein Selbstbedienungsladen. Diese Nonchalance,
mit der von uns mittlerweile Hilfen ohne Gegenleistung
erwartet werden, ist schon bemerkenswert.“ So könne
ein geeintes Europa nicht funktionieren.

„Finanzielle
Hilfen kann und darf es nur gegen entsprechende Auflagen
geben“, stellt Zeil unmissverständlich klar. Dies
gelte natürlich auch für Zypern, das ebenfalls unter
den Rettungsschirm schlüpfen möchte. Sollte sich
durch die Haftung für die heimischen Banken die Bonität
dieser Länder verschlechtern, dürften die Auflagen
auch nicht auf den Bankensektor beschränkt bleiben.
„Wenn es Zweifel an der Rückzahlung der Hilfskredite
gibt, müssen die Auflagen auch auf die Realwirtschaft
ausgeweitet werden“, fordert Zeil. „Denn mit jeder
strukturellen Reform verbessert sich die Leistungsfähigkeit
der Krisenländer. Und damit erhöht sich auch die
Wahrscheinlichkeit, dass die deutschen Steuerzahler
ihr Geld am Ende auch wiedersehen.“

 

Der
bayerische Wirtschaftsminister warnt darüber hinaus
vor Sonderrabatten für eines der mittlerweile fünf
Länder unter den Rettungsschirmen. „Bessere Konditionen
für ein Land wecken sofort Begehrlichkeiten in den
anderen. „Vor allem die Regierungen in Athen haben
die Geduld der Europäer schon gewaltig auf die Probe
gestellt“, stellt Zeil fest. Hier dürfe es keine
weiteren Zugeständnisse geben, wolle die Eurogruppe
die Grundlagen der Rettungsschirme nicht gefährden.
„Mit jedem gebrochenen Vertrag und jeder nicht eingehaltenen
Vereinbarung sinkt die Bereitschaft der soliden Länder,
weiter solidarisch Hilfe zu leisten.“ Zeil fordert
hier vor allem die EU-Kommission auf, sich deutlicher
als in der Vergangenheit auf ihre Rolle als Hüterin
der Verträge zu besinnen und auf die Einhaltung der
Vereinbarungen zu pochen.

Quelle: szmwivt.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.