Berlin:

Nach Ablauf der Projektphase und sowohl umfangreichen als auch erfolgreichen
Konsultationen zwischen der Bundesregierung und den Nutzern der E-Bilanz kann
jetzt auch im Bereich der Bilanzen das digitale Zeitalter beginnen: Mit der
Einführung der E-Bilanz wird die Kommunikation zwischen Finanzverwaltung und
Unternehmen den Entwicklungen der letzten Jahrzehnte folgen. Spätestens bis 2013
soll sie komplett elektronisch erfolgen. Papierbasierte Verfahrensabläufe gehören
dann endgültig der Vergangenheit an. Die E-Bilanz wird wie geplant kommen und die
Wirtschaftsteilnehmer können auf bereits getätigte Investitionen vertrauen.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesfinanzminister, Hartmut Koschyk,
und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister und
Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher, erklären: „Die
E-Bilanz wird mittelstandsfreundlich umgesetzt und leistet einen wesentlichen
Beitrag zur Entbürokratisierung
<http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Wirtschaft/Wirtschaftspolitik/buerokratieabbau.html>.
Auch auf kleine und mittlere Unternehmen wird Rücksicht genommen. Sie müssen nur
die im Hauptbuch enthaltenen Bilanzposten elektronisch übermitteln.“

Die elektronische Übermittlung von E-Bilanzen wird in den allermeisten Fällen
erst für Wirtschaftsjahre ab 2013 verpflichtend, also – zusammen mit den
elektronischen Steuererklärungen – frühestens im Jahr 2014. Für das
Wirtschaftsjahr 2012 oder 2012/2013 steht es den Unternehmen frei, die Bilanz
noch auf Papier abzugeben oder bereits elektronisch. Der Vorteil dieser Regelung
ist, dass getestet werden kann, ob alles funktioniert. Viele Unternehmen,
steuerberatende Berufe und Softwarehäuser arbeiten bereits mit Hochdruck an der
Einführung der E-Bilanz.

Für alle gilt: Sie können es schaffen, denn noch ist Zeit und die versprochenen
Erleichterungen bleiben auf Dauer erhalten.

Die gefundene Regelung ist Ergebnis eines zusammen mit den Kammern, Verbänden und
Unternehmen nach einer Pilotphase erarbeiteten Kompromisses, der den Belangen
aller Beteiligten angemessen Rechnung trägt. Im Lauf der Zeit wird die Umstellung
Vereinfachungen und Effizienzgewinne bringen. Unzweifelhaft ist auch, dass eine
differenzierte Datenübermittlung dazu beiträgt, dass Rückfragen durch die
Finanzämter bei den Unternehmen abnehmen werden und eine endgültige
Steuerfestsetzung schneller möglich wird. Der amtliche Datensatz der E-Bilanz
wird kontinuierlich evaluiert. Ziel ist, die E-Bilanz den praktischen
Anforderungen kontinuierlich anzupassen. In diesen Prozess werden – wie bisher
auch – interessierte Vertreter der Kammern, Verbände und Unternehmen eingebunden.

Jeder muss nur das ausfüllen, was ihn tatsächlich betrifft („Mussfelder“). Es
sind zudem Möglichkeiten geschaffen worden, damit das Buchführungswesen der
Unternehmen bleiben kann wie es ist und auch eine dynamische Anpassung bei
zukünftigen Rechtsänderungen möglich ist („Auffangpositionen“). Und: insbesondere
kleine und mittlere Unternehmen können Unterstützung zum Einstieg erhalten
(„Mittelständische Unternehmen“).

Im Einzelnen

Mussfelder:
Sofern sich ein Mussfeld nicht mit Werten füllen lässt, z. B. weil aufgrund der
Rechtsform des Unternehmens kein dem Mussfeld entsprechendes Buchungskonto
geführt wird oder weil sich die benötigte Information aus der ordnungsmäßigen
individuellen Buchführung nicht ableiten lässt, ist zur erfolgreichen
Übermittlung des Datensatzes die entsprechende Position „leer“ (technisch mit NIL
für „Not in List“) zu übermitteln. Auch hierdurch wird es vor allem kleineren und
mittleren bilanzierenden Unternehmen möglich sein, ohne erhöhten
Anpassungsaufwand die E-Bilanz zu übermitteln.

Auffangspositionen:
Von besonderer Bedeutung für die E-Bilanz sind die Auffangpositionen, die dann
genutzt werden können, wenn für einen bestimmten Sachverhalt eine durch
Mussfelder vorgegebene Differenzierung nicht aus der Buchführung abgeleitet
werden kann. Sie sind Ergebnis des intensiven Abstimmungsprozess mit den Kammern,
Verbänden und Unternehmen. Sie erleichtern die elektronische Übermittlung und
verhindern den Eingriff in das Buchführungswesen der Unternehmen. Es wird
dauerhaft Auffangpositionen geben, denn sie werden benötigt, um der gegebenen
Rechtssituation gerecht zu werden. Eine Streichung von diesen besonderen
Positionen zu einem bestimmten Stichtag war und ist nicht beabsichtigt.

Mittelständische Unternehmen:
Insbesondere kleine und mittlere, bilanzierende Unternehmen erhalten von der
Steuerverwaltung auch insofern eine Unterstützung, als für sie spezielle
Informationen zur Verfügung gehalten werden, die ihnen den Einstieg in die
E-Bilanz erleichtern sollen. Außerdem wird auf der Webseite von ELSTER
<http://www.elster.de/elster_soft_nw.php>: eine kleine Datenbank mit am Markt
verfügbarer Steuersoftware mit ELSTER-Schnittstelle vorgehalten.

Quelle: bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.