München:
Glauber: Kein Fracking in Bayern Energiewende und Geothermie voranbringen
Das Bayerische Umweltministerium lehnt den Einsatz von Fracking zur Gasgewinnung strikt ab. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München: „Fracking ist keine Option. Der Schutz des Grund- und Trinkwassers muss immer Vorrang haben. Das Wasser in Bayern soll für nachfolgende Generationen erhalten bleiben. Die Wasserzukunft Bayerns darf nicht gefährdet werden. Bayern hat Fracking aus gutem Grund untersagt. Daran halte ich fest. Fracking ist der falsche Weg. Die Risiken sind im Verhältnis zu einem möglichen Nutzen viel zu hoch. Beim Schutz des Wassers gibt es keine Kompromisse.“ Glauber wandte sich damit gegen aktuelle Vorschläge auf Bundesebene, in Deutschland Gas durch Fracking zu fördern. Gleichzeitig sprach sich Glauber für einen weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine Nutzung der Geothermie-Potenziale in Bayern aus. „Die Energiezukunft ist erneuerbar. Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien. Anstatt mit großen Risiken den letzten Rest an fossilen Energieträgern aus dem Boden zu holen, sollten wir uns auf den Ausbau aller Erneuerbaren Energien konzentrieren. Dazu haben wir die Weichen gestellt: Erneuerbare Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit.“ Insbesondere die Geothermie solle zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Bis 2050 soll in Bayern rund ein Viertel des Wärmebedarfs im Gebäudebereich aus Geothermie gedeckt werden. „Mit der Geothermie schaffen wir es, den Boden als Energiequelle anzuzapfen. Unter unseren Füßen liegt eine große Wärmflasche. Diese Wärme aus der Tiefe wollen wir als Wärme für die Menschen nutzen. Erdwärme ist eine unerschöpfliche und saubere Energiequelle“, so Glauber. Um den Ausbau der Geothermie voranzubringen, zeigt der Bayerische Geothermie-Atlas konkrete Nutzungspotenziale im Freistaat auf. Anhand der Karten kann ein Projektplaner abschätzen, wo in Bayern günstige Verhältnisse für eine hydrothermale Wärme- oder Stromerzeugung vorliegen und mit welchen Bohrtiefen und Tiefenwasser-Temperaturen zu rechnen ist.
Quelle:stmuv.bayern.de