München – Brüssel:

Europas neues Regelwerk für Internet-Plattformen
tritt in Kraft / Ab heute gilt europaweit der „Digital Services Act“ /
Bayerns Justizminister Eisenreich: „Hass und Hetze bedrohen unsere Demokratie
wie nie zuvor. Drohende Rückschritte gegenüber dem deutschen NetzDG müssen
beseitigt werden.“

Heute (17. Februar) tritt der
Digital Services Act (DSA), das EU-Regelwerk für Internet-Plattformen,
in vollem Umfang in Kraft. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich:
„Hass und Hetze im Internet bedrohen unsere Demokratie wie nie zuvor.
Nach einer aktuellen, repräsentativen Studie wurde fast jede zweite
Person in Deutschland bereits online beleidigt, ein Viertel der Befragten
mit körperlicher Gewalt konfrontiert. Das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz
(NetzDG) war ein wichtiges Instrument im Kampf gegen Hass und Hetze. Jetzt
wird es durch den DSA abgelöst, der insgesamt Fortschritte im Kampf
gegen Hass und Hetze bringt. Aber: Es drohen auch Rückschritte. Die
Bundesregierung ist aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass sich
abzeichnende Schutzlücken beim Melden und Löschen strafbarer
Inhalte beseitigt werden.“ Um den DSA in Deutschland umzusetzen,
hat der Bundesminister für Digitales und Verkehr einen Entwurf für
ein Digitale-Dienste Gesetz vorgelegt. Auf Initiative Bayerns hat die Justizministerkonferenz
bereits mehrfach Nachbesserungen im Begleitgesetz angemahnt. Bis heute
wurden sie nicht aufgegriffen. Zuletzt hatte Bayern Anfang dieses
Monats erfolgreich Anträge in den Bundesrat eingebracht, um Rückschritte
gegenüber dem NetzDG so gut wie möglich zu verhindern. Dazu gehören
zwei zentrale Forderungen: Löschpflicht:
Nach dem NetzDG müssen Betreiber sozialer Netzwerke ihnen gemeldete
strafbare Inhalte binnen festgelegter Fristen löschen. Der DSA verzichtet
auf eine unmittelbare gesetzliche Verpflichtung der Plattformbetreiber.
Eisenreich: „Das heißt: Verstöße
können  anders als nach dem NetzDG  nicht rechtssicher
mit einem Bußgeld belegt werden. Das ist ein klarer Rückschritt.“
Meldepflicht: Während das NetzDG
einen ganzen Katalog konkreter meldepflichtiger Straftaten umfasst, beschränkt
sich der DSA in Artikel 18 auf eine Meldepflicht für Straftaten, die
eine Gefahr für das Leben oder die Sicherheit von Personen darstellen.
Eisenreich: „Beispielsweise Straftaten gegen die
öffentliche Ordnung wie Volksverhetzung sind nicht rechtssicher erfasst.
Es muss geprüft werden, ob im Digitale-Dienste-Gesetz die Meldepflicht
auf weitere Straftaten ausgedehnt werden kann.“
Das Digitale-Dienste-Gesetz soll voraussichtlich im Frühjahr verabschiedet
werden. Noch in diesem Monat will sich der Bundestagsauschuss für
Digitales mit dem Entwurf beschäftigen. Minister Eisenreich:
„Es ist höchste Zeit, die großen Player der Plattformen
stärker in die Pflicht zunehmen. Mit dem Krieg in der Ukraine und
dem Terror-Angriff auf Israel haben Hass und Hetze ein Ausmaß angenommen,
das der Rechtsstaat nicht hinnehmen darf.“

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.