München:

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer
des Holocaust

Bayerns Justizminister Eisenreich: „Der Kampf gegen Antisemitismus
ist eine Daueraufgabe für Staat und Gesellschaft.“ Morgen
(27. Januar) vor 79 Jahren wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager
Auschwitz befreit. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich zum
Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust:
„Hunderttausende Menschen sind in den vergangenen Tagen in Deutschland
für unsere Demokratie auf die Straße gegangen. Sie alle wollten
ein klares Signal für Zusammenhalt setzen gegen Rechtsextremisten
und Demokratiefeinde. Das war ein überwältigendes Bild. Der Kampf
gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus ist eine Daueraufgabe, der wir
uns in der bayerischen Justiz Tag für Tag stellen.“ Die
Zahl antisemitischer Straftaten in Bayern, Deutschland und Europa steigt
seit langem. Eisenreich betont: „Judenhass gibt es
an den Rändern, in der Mitte der Gesellschaft und unter Zuwanderern.
Der Rechtsstaat muss klare Grenzen setzen und Jüdinnen und Juden schützen.“
Polizei und Staatsanwaltschaften verfolgen antisemitische Straftaten
konsequent. Bei jedem Anfangsverdacht von Straftaten wie Volksverhetzung
oder der Billigung von Straftaten schreiten sie ein. Wer die Parole „From
the river to the sea“ verwendet, muss nach Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft
München in Bayern mit Ermittlungen rechnen. Eisenreich:
„Wir in Deutschland haben eine besondere Verantwortung für Jüdinnen
und Juden. Der Kampf gegen Antisemitismus ist eine Daueraufgabe für
Staat und Gesellschaft.“ Hintergrund:
Die bayerische Justiz geht mit einem Bündel an Maßnahmen
gegen antisemitische Straftaten vor – und hat frühzeitig schlagkräftige
Ermittlungsstrukturen geschaffen. 2018 wurden jeweils
Antisemitismus-Beauftragte bei den drei Generalstaatsanwaltschaften
München, Nürnberg und Bamberg eingesetzt. Ende des Jahres 2021
wurden bei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften Ansprechpartner
Antisemitismus etabliert. Zentraler
Antisemitismus-Beauftragter: Seit Oktober 2021 hat die bayerische
Justiz neben den drei regionalen Antisemitismus-Beauftragten in München,
Nürnberg und Bamberg einen Zentralen Antisemitismus-Beauftragten
mit Oberstaatsanwalt Andreas Franck, der bei der Zentralstelle
zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft
München angesiedelt ist. Im Januar 2020 wurde
Deutschlands erster Hate-Speech-Beauftragter vom bayerischen
Justizminister bei der ZET zentral für ganz Bayern bestellt. Parallel
dazu wurden Sonderdezernate für die Bekämpfung von Hate
Speech bei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften eingerichtet.
Gemeinsam mit der Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) wurde zum Schutz der Jüdinnen
und Juden in Bayern 2021 ein Online-Meldeverfahren für antisemitische
Straftaten eingerichtet.  Damit antisemitische
Motive nicht im Dunkeln bleiben, haben die drei Antisemitismus-Beauftragten
der Generalstaatsanwaltschaften bereits 2020 einen Leitfaden für
Staatsanwälte entwickelt. Mit dem auch international beachteten
Leitfaden können antisemitische Motive leichter entschlüsselt
werden (z.B. anhand von Nazi-Jahrestagen oder Codes).
Bayern hat als erstes Bundesland in Deutschland die Arbeitsdefinition
der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) angenommen.
Bayern hat im Jahr 2019 eine Bundesratsinitiative gestartet
mit dem Ziel, dass eine judenfeindliche Motivation im Gesetz ausdrücklich
als strafschärfendes Tatmerkmal genannt wird. Die
Bundesregierung hat den Vorschlag aus dem Freistaat im Jahr 2020 aufgegriffen
(§ 46 Absatz 2 Strafgesetzbuch). Bayern
hat sich seit der Entkriminalisierung der sogenannten „Sympathiewerbung“
im Jahr 2002 auf Bundesebene wiederholt für eine entsprechende Änderung
eingesetzt, u. a. durch Anträge im Bundesrat und Schreiben an
den Bundesjustizminister. Bayern fordert eine Reform der Strafvorschrift
„Bildung terroristischer Vereinigungen“ in § 129a Strafgesetzbuch
(StGB). Bis zum Jahr 2002 war die Werbung für terroristische Vereinigungen
ohne Einschränkungen strafbar. Bayern fordert ein erneutes
Verbot der Sympathiewerbung für terroristische Vereinigungen.
Die bayerische Justiz setzt sich zudem dafür ein,
das Bewusstsein für das NS-Unrecht zu schärfen. Daher wurde die
Weiße-Rose-Ausstellung im Münchner Justizpalast
neu konzipiert und im April 2023 unter dem Namen „Willkür
im Namen des Deutschen Volkes“ neu eröffnet.

Quelle: stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.