München:

Neuer Höchststand bei der Online-Meldestelle
„REspect!“ mit mehr als 10.000 Meldungen in nur einem Jahr / Bayerns Justizminister
Georg Eisenreich, Innenminister Joachim Herrmann und Sozialministerin Ulrike
Scharf: „Hass und Hetze konsequent bekämpfen.“ Neuer
Höchststand bei Hasskriminalität im digitalen Raum: Bei der Meldestelle
‚REspect!‘ sind im Jahr 2023 im Schnitt 29 Meldungen pro Tag mit
Bezug zu Bayern eingegangen. Die Absender meldeten unter anderem Volksverhetzung,
Beleidigung, üble Nachrede. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich:
„Hass und Hetze haben inzwischen ein erschreckendes Niveau erreicht.
Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den Terror-Angriff
der Hamas auf Israel haben Hass und Hetze einen neuen gefährlichen
Nährboden erhalten. Insgesamt sind im vergangenen Jahr mehr als 10.000
Meldungen mit Bezug zu Bayern bei ‚REspect!‘ eingegangen.“

Innenminister Joachim Herrmann: „Unsere Ermittler
von Polizei und Justiz verfolgen jeden Hinweis auf strafbare Hetze, um
Täter umgehend zu bestrafen und auch andere potentielle Hetzer abzuschrecken.
Die Meldestelle ‚REspect!‘ leistet eine hervorragende Arbeit. Mein
Appell an alle Betroffenen, um dem widerlichen Treiben schnell einen Riegel
vorzuschieben: Melden Sie Hasskommentare schnellstmöglich!“
Sozialministerin Ulrike Scharf: „Das Internet
ist kein rechtsfreier Raum, in dem Hass und Hetze geschürt werden
können. Wir gehen aktiv dagegen vor und tolerieren solches Verhalten
nicht. Wer online hetzt, verlässt den Boden der Demokratie. Die Meldestelle
‚REspect!‘ gibt Menschen die Möglichkeit selbst gegen Hate
Speech vorzugehen und mit ihren Meldungen auch Andere zu schützen.
Die Meldung und Beratung erfolgt einfach und unbürokratisch und ist
für alle zugänglich.“ Die Meldemöglichkeit
wird seit Juli 2022 allen Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer
Kooperation zwischen dem Bayerischen Justizministerium, dem Bayerischen
Innenministerium, dem Bayerischen Sozialministerium sowie dem Sozialministerium
Baden-Württemberg bei der baden-württembergischen Meldestelle
‚REspect!‘ zur Verfügung gestellt. Unter
www.meldestelle-respect.de
können Betroffene Hate Speech einfach online anzeigen und auch eine
Beratung erhalten. Aktuell wird die gemeinsame Kooperation um ein weiteres
Jahr verlängert. Von Juli 2022 bis Ende Dezember 2022 gingen
bei der Meldestelle 1.297 Meldungen mit Bezug zu Bayern
ein, 47 Fälle davon wurden an die bayerischen Strafverfolgungsbehörden
weitergeleitet, weil ein Verdacht auf strafbares Handeln vorliegt. Im Jahr
2023 gingen insgesamt bereits 10.619 Meldungen mit Bezug
zu Bayern ein, 852 davon wurden bisher an die bayerischen
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Bei allen restlichen Fällen
wurde der oder die Betroffene informiert, dass es sich nach Einschätzung
der Meldestelle um einen nicht strafbaren Inhalt handelt. Eisenreich,
Herrmann und Scharf: „Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern von ‚REspect!‘, Polizei, Justiz und Beratungsstellen
für ihren großen Einsatz. Wer Meinungsfreiheit und Demokratie
schützen will, muss Hass und Hetze konsequent bekämpfen. Das
tun wir in Bayern.“ Links und Informationen zu allen Angeboten
der Staatsregierung rund um das Thema Hate Speech stehen unter www.bayern-gegen-hass.de
zur Verfügung. Alle Beratungsstellen sind zu finden auf dem
Internetangebot von www.bayern-gegen-gewalt.de
Hintergrund: Die bayerische
Justiz geht bereits seit einigen Jahren mit einem Bündel
an Maßnahmen gegen strafbaren Hass und Hetze im digitalen Raum
vor. Zum 1. Januar 2020 bestellte Justizminister
Eisenreich Deutschlands ersten Hate-Speech-Beauftragten
zentral für die bayerische Justiz und richtete Sonderdezernate bei
allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften für die Bekämpfung
von Hate Speech ein. Zur effektiven Bekämpfung
von strafbarer Hate Speech hat das bayerische Justizministerium Online-Meldeverfahren
für Online-Straftaten mit verschiedenen Kooperationspartnern
eingerichtet.
Mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
(BLM) wurde 2019 das Projekt „Justiz und Medien –
konsequent gegen Hass“ ins Leben gerufen. Das Motto: „Erst
anzeigen, dann löschen“. Kommunale
Mandatsträger und Abgeordnete können seit September
2020 in einem Online-Meldeverfahren schnell und einfach Anzeigen und Prüfbitten
an die Generalstaatsanwaltschaft München übermitteln.
Die Justiz bietet gemeinsam mit der Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) ein Online-Meldeverfahren
für antisemitische Hate Speech an. Im
Juli 2022 startete Bayern mit der baden-württembergischen
Meldestelle REspect! das neue Kooperationsmodell für
alle, die von Hate Speech betroffen sind. Seit
Oktober 2022 gibt es die Kooperation mit „Strong!“
zur Anzeige von queerfeindlicher Hate Speech.

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.