Berlin:

Rüstungsexportgenehmigungen im ersten Quartal 2023
Nahezu 90 % des Gesamtgenehmigungswertes betreffen enge Partnerländer – 497 Mio. Euro für die
Ukraine

Im ersten Quartal des Jahres 2023 wurden nach vorläufigen Zahlen Einzelgenehmigungen für die
Ausfuhr von Rüstungsgütern im Wert von 2,4 Mrd. € erteilt (anteilig: 1,25 Mrd. € Kriegswaffen und
1,19 Mrd. € sonstige Rüstungsgüter). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2022 betrug der Wert 2,88
Mrd. €.
Der weit überwiegende Teil dieses Gesamtwertes (2,18 Mrd. € von 2,4 Mrd. €) geht dabei auf
Genehmigungen für enge Partnerländer und die Unterstützung der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung
gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg zurück. Die Genehmigungen für EU-/NATO- und
NATO-gleichgestellte Länder (Japan, Schweiz, Australien, Neuseeland) sowie die Ukraine und die
Republik Korea machen – wie schon im Jahr 2022 – erneut zusammen ca. 90 % des Gesamtwerts aller
erteilten Einzelgenehmigungen aus.
So wurden für die Ukraine im 1. Quartal 2023 Genehmigungen im Wert von ca. 497 Mio. € erteilt.
Weiterführende Informationen zur geleisteten Unterstützung für die Ukraine veröffentlicht die
Bundesregierung hier.
Auf Genehmigungen für Lieferungen in EU-/NATO- und NATO-gleichgestellte Länder [1] entfielen 1,6
Mrd. € (anteilig 870 Mio. € Kriegswaffen und 730 Mio. € sonstige Rüstungsgüter). Davon entfielen
ca. 765 Mio. € auf die Ausstattung der ungarischen Streitkräfte. Neben der Ukraine und der Republik
Korea entfielen lediglich 262 Mio. € auf weitere Drittländer. [2]
Staatssekretär Sven Giegold:
„Auch im Jahr 2023 setzt die Bundesregierung ihre zielgenaue Rüstungsexportpolitik im Angesicht der
Zeitenwende konsequent fort.
Wir geben klare Unterstützung für unsere EU- und NATO-Partner, enge Partnerländer sowie für die
Ukraine. Wir sind restriktiv gegenüber Drittländer. Damit werden wir unseren Sicherheitsinteressen
gerecht und achten zugleich darauf, dass Rüstungsgüter nicht in Länder exportiert werden, die
Menschenrechte systematisch verletzten. Die Bundesregierung setzt sich auf dieser Grundlage auch
für eine stärkere Zusammenarbeit in Europa ein und bringt parallel die Arbeiten für das erste
Rüstungsexportkontrollgesetz weiter voran.“Im Einzelnen:
Für die folgenden zehn Länder waren im Zeitraum 1. Januar bis 31 März 2023 die höchsten
Einzelausfuhrgenehmigungswerte für Rüstungsgüter zu verzeichnen:
Land Wert in Euro
Ungarn 765.048.262 [3]
Ukraine 497.470.283
Vereinigtes Königreich 165.285.718
Vereinigte Staaten 132.300.567
Frankreich 121.532.275
Republik Korea 77.584.247
Österreich 69.477.954
Polen 63.470.645
Niger 46.831.483 [4]
Vereinigte Arabische Emirate 45.932.368 [5]
Der Gesamtwert der Genehmigungen für Kleinwaffen und Kleinwaffenteile belief sich nach vorläufigen
Zahlen im ersten Quartal 2023 auf 16,8 Mio. € (erstes Quartal 2022: 34,9 Mio. €). Davon entfielen
15,8 Mio. € und damit rund 95 % des Genehmigungswertes auf EU-/NATO- und NATO-gleichgestellte
Länder. Lieferungen von Kleinwaffen und Kleinwaffenteilen wurden damit fast ausschließlich für den
privilegierten Länderkreis der EU- und Bündnispartner genehmigt. Genehmigungen an Drittländer
betrafen eine UN-Mission im Irak sowie die Republik Korea.
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[1] NATO-gleichgestellte Länder: Japan, Schweiz, Australien, Neuseeland.
[2] Drittländer einschl. Ukraine und Südkorea: rund 837 Mio. €, anteilig: 377 Mio. € Kriegswaffen
und 460 Mio. € sonstige Rüstungsgüter. In diesem Wert bereits enthalten sind Ausfuhrgenehmigungen
für Entwicklungsländer (Entwicklungsländer und -gebiete entsprechend der Liste des
Entwicklungsausschusses (Development Assistance Committee = DAC) der OECD ohne die Länder der
mittleren Einkommensgruppe, oberer Bereich (vierte Spalte der genannten Liste)) in Höhe von 570
Mio. € (anteilig: 361 Mio. € Kriegswaffen und 209 Mio. € sonstige Rüstungsgüter, die zum größten
Teil auf die Ukraine entfielen, die ebenfalls unter dieser Kategorie erfasst wird).
[3] v.a. Munition für die ungarischen Streitkräfte
[4] v.a. Grenzüberwachungsflugzeuge
[5] v.a. Ausrüstung zum Schutz gegen Chemiewaffen

Quelle: abo-bmwi.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.