München:

Verfahren gegen Klimaaktivisten in Bayern
/ 21 Urteile und Strafbefehle / Bayerns Justizminister Georg Eisenreich
warnt: „Jeder darf sich friedlich für den Klimaschutz einsetzen. Straftaten
im Namen des Klimaschutzes nimmt die bayerische Justiz nicht hin.“

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich warnt vor Straftaten im Namen des Klimaschutzes: „Der
Kampf gegen den Klimawandel ist ein existenzielles Thema für die Menschheit.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich legal für den Klimaschutz einzusetzen
und für seine Ziele zu demonstrieren. Viele der Klimakleber blockieren
aber in strafbarer Weise den Verkehr. Ein kleiner Teil gefährdet sogar
die Gesundheit und das Leben anderer Menschen. Der Rechtsstaat darf das
nicht akzeptieren. Straftaten im Namen des Klimaschutzes nehmen wir nicht
hin.“ Die Ermittlungen in Zahlen (Stichtag: 07.02.2023):
Seit Anfang 2021 haben die bayerischen Staatsanwaltschaften
bereits 112 (Vor-)Ermittlungsverfahren eingeleitet, die im Zusammenhang
mit Gruppierungen wie der Letzten Generation oder Extinction Rebellion
stehen. Der Großteil der Straftaten fiel mit
101 Verfahren in den Bezirk der Generalstaatsanwaltschaft München.
Mehr als die Hälfte der Verfahren (67) betraf Verkehrsblockaden.
Bislang haben die bayerischen Staatsanwaltschaften in
42 Verfahren die öffentliche Klage erhoben. Davon gab es in 21 Fällen
bereits Urteile oder Strafbefehle mit Geldstrafen von 10 bis zu 160 Tagessätzen.
Eisenreich: „Straftaten werden schuld-
und tatangemessen geahndet. Die wiederholte Begehung von Straftaten wirkt
sich strafschärfend aus. Selbst wenn man seine Geldstrafe aus Spendengeldern
finanziert: Bei Strafen über 90 Tagessätzen gilt man als vorbestraft.
Die Verurteilung kann daher auch Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg
haben.“ Neben den Strafzahlungen müssen die Aktivisten zusätzlich
mit Einsatzkosten rechnen, die von der Polizei erhoben werden. Welche
Straftaten kommen insbesondere in Betracht?
Nötigung (§ 240 StGB) kommt in Betracht,
wenn Teilnehmer durch Sitzstreiks und Festkleben auf der Fahrbahn bewusst
und gewollt erhebliche Blockaden auslösen oder aktiven Widerstand
gegen das Wegtragen leisten. Es drohen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren
oder Geldstrafe, in besonders schweren Fällen Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Widerstand
gegen Vollstreckungsbeamte (§ 113 StGB): Es drohen Freiheitsstrafe
bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Gefährlicher
Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB): Wer die
Sicherheit des Straßenverkehrs z. B. dadurch beeinträchtigt,
dass Hindernisse aufgestellt und dadurch Menschen oder Sachwerte gefährdet
werden, kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
bestraft werden. Gefährlicher Eingriff
in den Luftverkehr (§ 315 StGB): Wer beispielsweise
Hindernisse bereitet und dadurch Leib und Leben eines anderen Menschen
gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn
Jahren bestraft. Behinderung von
hilfeleistenden Personen (§ 323c Absatz 2 StGB): Wer bei
Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not eine Person behindert,
die einem Dritten Hilfe leistet oder leisten will, kann mit Freiheitsstrafe
bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft werden. Sachbeschädigung
(§ 303 Absatz 1 und 2 StGB): Wer rechtswidrig eine fremde
Sache beschädigt oder zerstört oder unbefugt ihr Erscheinungsbild
nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert,
dem droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe.
Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.