München:

Amtswechsel am Landgericht München II / Bayerns Justizminister Eisenreich verabschiedet Thomas Engel und führt Dr. Bernt Münzenberg in sein neues Amt ein

Wechsel an der Spitze des Landgerichts München II: Bayerns Justizminister Georg Eisenreich verabschiedet heute Thomas Engel, der Ende März in den Ruhestand gegangen ist. Gleichzeitig führt er Dr. Bernt Münzenberg in das Amt des Landgerichtspräsidenten ein.

Minister Eisenreich betont in seiner Laudatio für Thomas Engel: „Ihre berufliche Laufbahn ist beeindruckend. In Ihren mehr als 35 Jahren Dienstzeit haben Sie in allen Stationen und Tätigkeiten mit herausragender Fachkompetenz und unermüdlichem Einsatz überzeugt. Als Leiter der Gemeinsamen IT-Stelle der bayerischen Justiz haben Sie sich in hohem Maß um die Digitalisierung der bayerischen Gerichte und Staatsanwaltschaften verdient gemacht. Das Amt des Landgerichtspräsidenten war schließlich die verdiente Krönung Ihrer Karriere. Sie waren ein allseits geschätzter, hochengagierter Behördenleiter und stets ein Vorbild für andere. Herzlichen Dank für all das, was Sie in den vergangenen Jahrzehnten für die bayerische Justiz geleistet haben. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und Glück.“

Der bisherige Präsident des Amtsgerichts Augsburg, Dr. Bernt Münzenberg, wird als Präsident des Landgerichts München II eingeführt. Eisenreich in seiner Laudatio für Dr. Bernt Münzenberg: „Sie sind ein ausgezeichneter Jurist, eine erfahrene Führungspersönlichkeit und ein Leistungsträger der bayerischen Justiz. Als Arbeitsgemeinschaftsleiter haben Sie sich besonders um den juristischen Nachwuchs verdient gemacht. In den vergangenen Jahren haben Sie mit großem Engagement und Tatkraft das Amtsgericht Augsburg geleitet. Das Landgericht München II ist bei Ihnen in den besten Händen. Alles Gute für Ihre neue Tätigkeit.“

Hintergrund:

Thomas Engel (65) begann seine Justizkarriere 1985 im Bayerischen Staatsministerium der Justiz. In seiner weiteren beruflichen Laufbahn wirkte er als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München I und als Richter am Amtsgericht München, bevor er im November 1990 ins bayerische Justizministerium zurückkehrte. Ab Januar 2000 folgten etwa fünf Jahre als Direktor des Amtsgerichts Starnberg. Vom 1. Februar 2005 bis 30. November 2015 war er Leiter der Gemeinsamen IT-Stelle der bayerischen Justiz. Zum 1. Dezember 2015 wurde Thomas Engel zum Präsidenten des Landgerichts München II ernannt. Ende März 2021 tritt er in den Ruhestand.

Dr. Bernt Münzenberg (62) trat 1986 seinen Dienst im Bayerischen Staatsministerium der Justiz an. Nach Stationen bei der Staatsanwaltschaft Augsburg und als Richter am Amtsgericht Augsburg war er von 1994 bis 2002 als hauptamtlicher Arbeitsgemeinschaftsleiter für die Ausbildung der Rechtsreferendare zuständig. Anschließend wechselte er an das Oberlandesgericht München und wurde im April 2003 zum Direktor des Amtsgerichts Neu-Ulm befördert. Im August 2009 wurde er zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht München ernannt. Vom 1. August 2013 bis 31. März 2021 war er Präsident des Amtsgerichts Augsburg. Zum 1. April 2021 wird Herr Dr. Münzenberg neuer Präsident des Landgerichts München II.

Quelle:stmj.bayern.de

Von redaktion

Versäumt

Bayerns Wirtschaftsminister informiert sich im Bayerischen Wald Aiwanger: „Gemeinsam haben wir den Borkenkäfer deutlich zurückgedrängt – jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Nach dem trockenen Sommer sind die Bäume geschwächt und anfällig“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.n.r) Nationalparkchefin Ursula Schuster und BaySF-Vorstand Rudolf Plochmann. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download SPIEGELAU  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich heute über die aktuelle Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald informiert. Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings.   Aiwanger: „Die Borkenkäfersituation im Bayerischen Wald hat sich deutlich entspannt. Das ist eine gute Nachricht für unsere Wälder und ein Erfolg der konsequenten Arbeit aller Beteiligten. Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass wir den Käfer nur gemeinsam und über die Grenzen der Waldbesitzarten hinweg wirksam bekämpfen können. Genau diesen Weg müssen wir weitergehen. Denn Entwarnung können wir noch lange nicht geben: Nach Hitze und Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Wir müssen aufmerksam bleiben, Befall früh erkennen, Käferholz konsequent aufarbeiten und zügig aus dem Wald bringen.“   Der Ortstermin in Spiegelau war bereits das dritte gemeinsame Treffen zur Borkenkäferthematik im Bayerischen Wald nach den Terminen im März 2024 und August 2025. Damals stand die Sorge im Mittelpunkt, dass sich der Borkenkäfer aus dem Nationalpark in angrenzende Waldflächen ausbreiten könnte. Heute fällt die Bilanz deutlich positiver aus. Gemeinsam mit den Partnern wurden an Exkursionspunkten im Staatswald und im Nationalpark Bayerischer Wald unterschiedliche Verfahren und Methoden zur waldschutzwirksamen Aufarbeitung von Käferholz vorgestellt.   Aiwanger: „Wir sehen, dass regelmäßiger Austausch und abgestimmtes Handeln etwas bewirken. Staatswald, Nationalpark und Privatwald haben unterschiedliche Aufgaben und Rahmenbedingungen. Beim Schutz unserer Wälder haben wir aber ein gemeinsames Interesse. Deshalb werden wir den regelmäßigen Austausch fortsetzen und weiter an einem Strang ziehen.“ Die Borkenkäfersituation in der Region Bayerischer Wald ist aktuell so ruhig wie seit Jahren nicht mehr. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen wurden bislang historisch geringe Mengen an Käferholz festgestellt. Die Fangzahlen des Borkenkäfermonitorings der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft liegen rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen sehr geringe Schadholzmengen und in der Managementzone des Nationalparks ist die Situation im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls ruhig. Die Entwicklung zeigt: Konsequentes Borkenkäfermanagement und eine enge Zusammenarbeit über die Waldbesitzarten hinweg zahlen sich aus. Gleichzeitig bleibt der Käfer eine Gefahr. Nach den heißen und trockenen Phasen dieses Sommers sind die Wälder weiterhin belastet. Deshalb gilt es, gerade jetzt wachsam zu bleiben und bei ersten Anzeichen konsequent zu handeln. Regelmäßige Bohrmehlsuche, schnelle Aufarbeitung und der zügige Abtransport des Käferholzes bleiben die entscheidenden Maßnahmen. Ziel bleibt, den Wald als Lebens- und Wirtschaftsraum für kommende Generationen zu erhalten. Ansprechpartner: Bastian Brummer Stellv. Pressesprecher Auf Flächen des Nationalparks Bayerischer Wald überzeugte sich der Minister von einem Verfahren der Parkverwaltung, wodurch Käferbäume unschädlich gemacht werden. Dabei griff er auch selbst zum Werkzeug und entrindete einen Baum. Foto: StMWi/Bastian Brummer   Download Im Mittelpunkt der Exkursion mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Nationalparkverwaltung, der Forstverwaltung sowie privaten Waldbesitzern und Verbänden standen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, die aktuelle Entwicklung und konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers.