Berlin:

Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas
Geisteswissenschaftler diskutieren in Berlin über transnationales Gedenken / Wanka: „Wissenschaft baut Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart“

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, der die Völker Europas auseinanderriss. In diesem Jahr gedenken daher zahlreiche Nationen des „Großen Krieges“, wie er in vielen unserer Nachbarländer noch immer genannt wird. Wie unterschiedlich dabei die Erinnerungen sind und welche Bedeutung dies für eine gemeinsame europäische Erinnerungskultur hat, wird heute bei einer Podiumsdiskussion beleuchtet. Das Thema der Veranstaltung, die im Deutschen Historischen Museum im Berliner Zeughaus stattfindet, lautet: „Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas“. Die Veranstaltung wird von der Max Weber Stiftung und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften organisiert.

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Die Referenten, unter anderem Nikolaus Katzer vom Deutschen Historischen Institut Moskau und Wlodzimierz Borodziej von der Universität Warschau, gehen dabei der Frage nach, inwiefern ein wirkliches transnationales Gedenken gelingen kann, wie breitere Bevölkerungsschichten, insbesondere junge Menschen, daran herangeführt werden können und welche Lehren aus der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu ziehen sind.
„Was 1914 geschehen ist, ist der Schlüssel für das Verständnis unserer Geschichte bis heute. Aber es geht nicht nur um den Blick zurück. Vielmehr bedeutet Gedenken auch immer eine Auseinandersetzung mit fortbestehenden Herausforderungen“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich der Diskussion und hob die Bedeutung der Wissenschaft für die Verständigung zwischen Nationen hervor: „Fragen an die gemeinsame Geschichte machen nicht an nationalen Grenzen halt. Unsere geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute und die international vernetzte Akademie-Union bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beste Voraussetzungen für eine transnationale Zusammenarbeit. So werden Brücken zwischen Menschen und Nationen, zwischen Gegenwart und Vergangenheit gebaut“, sagte Wanka.

Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das gemeinsam von der französischen „Mission 100. Jahrestag 1914-1918“ und dem Deutschen Historischen Institut Paris durchgeführte Projekt „Das deutsch-französische Album des Ersten Weltkrieges“ (http://centenaire.org/de/international/das-deutsch-franzoesische-album-des-ersten-weltkriegs). Auf diesem Online-Portal werden zu bestimmten Themen jeweils ein deutsches und ein französische Originaldokument aus der Zeit des Ersten Weltkrieges vorgestellt und von Historikern beider Länder erläutert. So wird es möglich, Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und zueinander in Beziehung zu setzen.

Auch im vor der Veranstaltung stattfindenden „WeberWorldCafe“ steht die unterschiedliche Wahrnehmung des Krieges in verschiedenen Weltregionen im Mittelpunkt. Anhand von Exponaten der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Deutschen Historischen Museum wird zum Beispiel beleuchtet, wie Kolonialsoldaten in Deutsch-Ostafrika, dem heutigen Tansania, den Krieg erlebten oder wie in der australischen Literatur die Kriegserfahrungen verarbeitet wurden.

Die Podiumsdiskussion ist Teil der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“, die von der Max Weber Stiftung und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften durchgeführt wird. Ministerin Wanka ist Schirmherrin dieser Reihe.

Weitere Informationen unter www.geisteswissenschaft-im-dialog.de

Quelle: bmbf.bund.de

Von redaktion

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LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.