München:
„Klarer politischer Erfolg“

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister
Martin Zeil sieht in der Einigung der Arbeitsgruppe
des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat
zur EEG-Solarnovelle einen deutlichen politischen Erfolg
der Regierungskoalition in Berlin. „Jetzt herrscht
endlich Klarheit über die Förderbedingungen: die
Vergütung für Solarstrom wird rückwirkend zum 1.
April abgesenkt und zwar mit den Übergangsregeln,
die wir in Bayern maßgeblich ausgestaltet und vehement
gefordert haben“, erklärt Zeil. Damit sei auch eine
Blockade der Opposition für das überarbeitete EEG
endgültig vom Tisch.

Die Arbeitsgruppe
des Vermittlungsausschusses spricht sich dafür aus,
am jährlichen Ausbaukorridor für neue Solaranlagen
von 2.500 bis 3.500 Megawatt festzuhalten und das Gesamtausbauziel
von 52 Gigawatt weiter zu verfolgen. Geplant ist zudem
eine neue Vergütungsklasse zwischen zehn und 40 Kilowatt
mit 18,5 Cent/kWh. Das Bundesgesetz sah bislang eine
einheitliche Vergütungsklasse zwischen zehn und 100
kW mit 16,5 Cent/kWh vor. „Mit diesem Kompromiss
zu den Freiflächenanlagen können wir in Bayern leben.
Das gilt auch für die erleichterte Förderfähigkeit
von großen Freiflächenanlagen“, betont Zeil. Grundsätzlich
richtig ist es nach Ansicht des Wirtschaftsministers
auch, nur 90 Prozent der erzeugten und eingespeisten
Solarstrommenge zu vergüten. „Kleinstanlagen bis
zehn Kilowatt sollen davon ausgenommen werden. Damit
entlasten wir die Netzbetreiber vor unnötiger Bürokratie“,
so der Wirtschaftsminister.

 

Ob
die Novellierung des Gesetzes letztlich den Anstieg
der EEG-Umlage dämpfen kann, sieht Zeil kritisch.
„Ich rechne damit, dass die Preise für Solarmodule
weiter fallen werden. Damit werden Solaranlagen auch
künftig eine attraktive Investition bleiben. Wenn
die Dynamik bei der Installation von Neuanlagen weiter
ungebrochen hoch bleibt, wird das nicht ohne Auswirkungen
auf den Strompreis und die Stabilität unserer Netze
bleiben“, mahnt Zeil. „Die Diskussion zur Weiterentwicklung
des EEG muss deshalb auf der Tagesordnung bleiben.“

Quelle: stmwivt.bayern.de

 

 

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.