Rottenburg:

Umspannwerk Rottenburg Süd offiziell in Betrieb genommen

Aiwanger: „Eine sichere Stromversorgung ist unverzichtbar!“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert

Aiwanger (Mitte) bei der symbolischen Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks Rottenburg Süd zusammen mit Boris Plüschke (v. l.), Gabreta Smart Grids, technische Projektleitung, Nina Sichler, Projektleitung Gabreta Smart Grids, Wolfgang Bücherl, Regionalvertretung Baden-Württemberg und Bayern bei der EU Kommission, Johanna Schramm, MdL, Dr. Joachim Kabs, Mitglied der Geschäftsführung der Bayernwerk Netz GmbH, Florian Oßner, MdB, Günther Mertel, Leiter Hochspannung Bayernwerk Netz GmbH, Jutta Widmann, MdL, Josef Reff, stv. Landrat des Landkreises Landshut und Laurentius Seidl, Bürgermeister der Stadt Rottenburg.

Foto: StMWi/ K. Huber

Der Ausbau der bayerischen Energieinfrastruktur schreitet weiter voran: Bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks Rottenburg Süd betonte Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger die Wichtigkeit solcher Projekte für die Versorgungssicherheit in Bayern.   Aiwanger: „Unser Land braucht eine sichere Energieversorgung. Dafür sind Umspannwerke unverzichtbar! Das neue Umspannwerk in Rottenburg schafft wichtige Kapazitäten, damit regional erzeugter Strom aufgenommen und zuverlässig verteilt werden kann. Genau das ist der Kern der bayerischen Energiestrategie: Wir schaffen passgenaue Lösungen. Rottenburg ist ein zentraler Knotenpunkt im nördlichen Landkreis Landshut. Hier laufen Leitungen aus mehreren umliegenden Gemeinden wie Hohenthann, Pfeffenhausen und Neufahrn zusammen. Deshalb macht es absolut Sinn, die hier vorhandenen Strukturen auszubauen.“    Das Umspannwerk Rottenburg Süd ist ein Ersatzneubau auf dem Grundstück eines bestehenden Schalthauses. Betreiber ist die Bayernwerk Netz GmbH. Seit 1980 bündelt die Schaltstation elf Mittelspannungsleitungen. Nun wurde der Netzknoten zu einem Umspannwerk mit zwei Trafos ausgebaut und direkt an die Hochspannungsleitung Richtung Pfeffenhausen und Neufarn angeschlossen. Damit steigt die Kapazität des regionalen Stromnetzes, sodass mehr lokal erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien aufgenommen und verteilt werden kann.   Für Aiwanger ist die Inbetriebnahme des neuen Umspannwerks „ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region“. In seiner Rede forderte er, jetzt weiter am Ball zu bleiben. „Wir haben einen wichtigen Schritt getan. Damit aber das Stromnetz mit dem Ausbau der Erneuerbaren mithalten kann, müssen wir in der Planung, der Genehmigung und der Umsetzung solcher Maßnahmen noch besser werden. Vor allem aber müssen wir die Bürger mitnehmen, offen kommunizieren und die Vorteile des Netzausbaus für jeden PV-Besitzer, für jedes Unternehmen, letztlich für jeden Endverbraucher klar herausarbeiten. Denn nur mit einem leistungsfähigen Stromnetz garantieren wir Versorgungssicherheit, können den steigenden Energiebedarf decken und vermeiden Abregelungen. Außerdem schaffen dezentrale Strukturen Sicherheit vor Sabotageakten, die in letzter Zeit leider zugenommen haben.“   Abschließend dankte der Minister dem Bayernwerk und allen Beteiligten: „Unser Stromnetz gehört zu den stabilsten der Welt. Wir haben in Deutschland jährlich nur zwölf Minuten Stromausfall, Österreich hat mit 23 Minuten fast doppelt so viel und die USA haben rund zwei Stunden Stromausfall pro Jahr. Allein Bayernwerk hat rund 160 000 Kilometer Verteilnetzleitungen in Bayern verlegt, das ist etwa vier Mal der Erdumfang. Das zeigt: Die Stromversorgung ist eine Mammutaufgabe.“   Im Rahmen des Gabreta-Projekts der EU-Kommission wurden 50 Prozent des Ersatzneubaus gefördert. Das bayerische Wirtschaftsministerium hatte sich im Vorfeld dafür eingesetzt, dass das Projekt entsprechend als „Vorhaben von gemeinsamem Interesse“ (PCI) gelistet wird.

Von redaktion