München:

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger besucht INTERFORST in München und diskutiert über die Zukunft der Wälder

Aiwanger: „Die beste Waldpolitik wäre, wenn Brüssel den Wald in Ruhe lässt“ Auf der Grünen Couch bei der INTERFORST 2026 plädierte Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger dafür, dass die EU die Finger von der Waldpolitik lassen solle (links neben ihm Bernhard Breitsameter, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands und rechts neben dem Minister Olaf Hermes, Vorstandsvorsitzender der BaySF).

Foto: StMWi/K. Huber

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat bei seinem Besuch der INTERFORST in München für eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung geworben. Auf der internationalen Fachmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik, die vom 15. bis 18. Oktober stattfindet, diskutierte er mit Vertretern der Bayerischen Staatsforsten und des Bayerischen Waldbesitzerverbands über die Zukunft der heimischen Wälder.   Bei seinem Messerundgang erklärte Aiwanger: „Unsere Wälder sind Wirtschaftsfaktor, Rohstofflieferant und Erholungsraum zugleich. Schützen und Nutzen sind keine Gegensätze. Wer unsere Wälder nachhaltig bewirtschaftet, stärkt den Klimaschutz und sichert Arbeitsplätze gerade im ländlichen Raum. Pauschale Stilllegungen helfen uns nicht weiter. Wir müssen unsere Wälder aktiv pflegen und zu klimastabilen Mischwäldern umbauen. Dafür brauchen unsere Waldbesitzer und Forstunternehmen wirtschaftliche Perspektiven und nicht immer neue unsinnige Vorschriften wie zum Beispiel die EU-Entwaldungsverordnung oder die Wiederherstellungsverordnung. Die beste Waldpolitik wäre, wenn Brüssel den Wald in den nächsten Jahren in Ruhe lässt.“    Besonders betonte der Minister die Bedeutung der Holzenergie: „Holz ist ein heimischer, erneuerbarer Energieträger, der uns unabhängiger von Öl und Gas macht. Ein Ster Brennholz ersetzt mindestens 120 Liter Heizöl. Gerade für die Wärmeversorgung im ländlichen Raum ist Holzenergie unverzichtbar. Wer die energetische Holznutzung ideologisch schlechtredet, schadet unserer Wirtschaft. Wir müssen unser Holz vernünftig nutzen – als Baustoff, Werkstoff und Energieträger.“   Auch die Windenergie im Wald war Thema der Podiumsdiskussion. Aiwanger forderte bessere Ausschreibungsbedingungen für Windenergieprojekte in Süddeutschland. „Gerade unsere bewaldeten Höhenlagen bieten gute Voraussetzungen für Windkraft. Aber wenn bayerische Projekte bei den Ausschreibungen kaum zum Zug kommen, läuft etwas falsch. Wir brauchen eine Südquote von mindestens 20 Prozent und eine Sonderausschreibung, damit die geplanten Anlagen auch gebaut werden können.“   Bei seinem Messerundgang besuchte Aiwanger vier Stände: OCELL, München: KI-gestützte Waldplanung und digitale Lösungen für die nachhaltige Waldbewirtschaftung Reil & Eichinger, Nittenau: Spezialist für Forst- und Kommunaltechnik mit 25 Jahren Erfahrung SENNEBOGEN GmbH, Straubing: Maschinenbauunternehmen mit innovativer Umschlagtechnik für die Holzindustrie Deutscher Forstwirtschaftsrat (DFWR) und Netzwerk der Forstunternehmen und Forsttechnik (DFUV): Interessenvertretungen der Forstwirtschaft und forstlicher Dienstleistungsunternehmen Aiwanger: „Vom KI-Start-up bis zum weltweit erfolgreichen Maschinenbauer zeigt die INTERFORST, wie innovativ unsere Forstwirtschaft und Forsttechnik sind. Moderne Technik macht die Waldarbeit effizienter und sicherer. Diese Innovationskraft müssen wir stärken, damit unsere Wälder auch künftig nachhaltig bewirtschaftet werden und die Wertschöpfung in Bayern bleibt.“

Bei seinem Rundgang besuchte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger den Stand Münchner Start-ups OCELL.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.