Berlin -Peking:

China und Deutschland starten Dialog zu Kreislaufwirtschaft und
Ressourceneffizienz

Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Zheng Shanjie, der Leiter der
Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), haben heute in
Peking einen Aktionsplan für einen strategischen Dialog zu den Themen
Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz unterzeichnet. Mit dem
Aktionsplan wollen beide Länder ihre umweltpolitische Zusammenarbeit
vertiefen und Impulse für konkrete Kooperationen im Umweltbereich setzen.
Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer China-Reise von Bundeskanzler Olaf
Scholz statt. Im Zuge ihres Besuchs traf die Bundesumweltministerin ihren
chinesischen Kollegen Huang Runqiu zu Gesprächen über das internationale
Plastikabkommen, das kommende Woche in Ottawa weiterverhandelt wird.

Bundesumweltministern Steffi Lemke: „Deutschland und China sind
Schlüsselakteure des globalen Umweltschutzes. Der heute vereinbarte
gemeinsame strategische Dialog zwischen Deutschland und China ist ein
wichtiger Meilenstein unserer Kooperation. Denn um die Belastungen für die
Umwelt weltweit zu verringern, sind Fortschritte für mehr
Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz von entscheidender Bedeutung.
Langlebigere Produkte und besseres Recycling helfen, Müll zu vermeiden,
den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen zu senken und die Natur
zu schützen.“

Der nun mit Unterzeichnung des Aktionsplans gestartete deutsch-chinesische
Dialog zu Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz wurde anlässlich der
deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen im Juni 2023 in Berlin
verabredet. Er ist ein wichtiger Bestandteil des damals vereinbarten Klima-
und Transformationsdialogs zwischen der deutschen und der chinesischen
Regierung. Der Aktionsplan sieht einmal pro Jahr hochrangige Treffen der
Regierungen vor, die dem strategischen Dialog dienen sollen. China und
Deutschland werden sich über Strategien, Gesetzgebung und Instrumente der
Kreislaufwirtschaft austauschen. Dabei liegt ein Hauptaugenmerk auf
besonders relevanten Materialien (wie Plastik und Metalle), und Sektoren
bzw. Produktgruppen (z.B. Verpackungen, Bausektor, Fahrzeuge und
Batterien). Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, von
Unternehmen und Verbänden sowie aus Forschung und Zivilgesellschaft werden
Teil der unterschiedlichen Dialogformate sein.

Eine wichtige Grundlage für die Diskussionen wird Deutschlands Nationale
Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) werden. Die NKWS soll Maßnahmen für
die gesamte Wertschöpfungskette konkretisieren, um den Umstieg auf eine
zirkuläre Wirtschaftsweise voranzutreiben. Die Strategie soll bis zum
Sommer 2024 vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Darüber hinaus tauschte sich die deutsche Umweltministerin mit ihrem
chinesischen Kollegen über das derzeit zu verhandelnde globale
Plastikabkommen aus. Vom 23. bis 29. April 2024 setzt die Weltgemeinschaft
im kanadischen Ottawa ihre Verhandlungen über ein rechtlich verbindliches
UN-Abkommen zur Beendigung der Plastikvermüllung von Umwelt und Meeren
fort.

Quelle: bmuv.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.