München:

Bayerns Energieminister fordert bezahlbare Energiepreise

 

Aiwanger: „Für bezahlbare Energie müssen CO2-Preis, Steuern und Netzentgelte runter“

Seit Beginn der Energiekrise bewegen sich die Preise für Öl und Gas auf einem hohen Niveau. Mittlerweile hat sich die Lage auf dem Energiemarkt zwar entspannt, die Kosten sind aber nach wie vor zu hoch. Laut Vergleichsportal VERIVOX zahlt ein Musterhaushalt mit drei Personen für Öl, Gas, Sprit und Strom derzeit 1.534 Euro mehr als im Februar 2021. Ein Grund dafür ist der Anstieg des CO2-Preises zum 1. Januar 2024 von 30 Euro je Tonne auf 45 Euro je Tonne CO2. Zusätzlich endet zum 31. März 2024 die befristete Senkung der Umsatzsteuer auf Erdgas.

Damit werden die Preise weiter steigen und die Verbraucher stärker belastest.   Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger fordert vom Bund, den künstlichen Preisanstieg zu stoppen: „Energie darf nicht zum Luxusgut werden. Es kann nicht sein, dass Verbraucher wegen zu hoher Energiepreise ihre Existenz bedroht sehen – egal ob Privatpersonen oder Unternehmen.“ Deshalb setzt sich Aiwanger für die Senkung der staatlichen Preisbestandteile  bei fossilen Energien und Strom ein: „Es ist höchste Zeit, die Energiepreise zu senken. Der Bund hat hierfür viele Hebel, nutzt sie aber nicht. Sei es die Senkung der Stromsteuer auf das europarechtliche Mindestmaß oder die Einführung eines Wirtschaftsstrompreises – alles würde unserer Wirtschaft und Gesellschaft helfen. Auch die Reduzierung des CO2-Preises oder die Weiterführung der Mehrwertsteuersenkung für Gas wären richtige Maßnahmen. Die deutsche Wirtschaft verliert gerade auch aufgrund der zu hohen Energiepreise immer mehr die internationale Wettbewerbsfähigkeit, was die Bundesregierung billigend in Kauf nimmt.“   Eine effektive Stellschraube bieten auch die Netzentgelte. „Die Streichung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten durch die Bundesregierung ist ein völlig falsches Signal. Dadurch haben sich die Strompreise maßgeblich erhöht. Vielmehr ist eine Senkung und dauerhafte Stabilisierung erforderlich. Wenn Energie weiterhin zu teuer ist, verlieren wir Wohlstand“, warnt der Staatsminister.

Quelle:stmwi.bayrn.de

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.