RZESZÓW:
Bayerns Staatsminister vereinbart vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Marschall der Vorkarpaten
Aiwanger: „Bayern und die Vorkarpaten haben beste Perspektiven in der Luftfahrt und anderen Zukunftsmärkten“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vereinbarte mit Marschall Wladyslaw Ortyl eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Foto: Bastian Brummer/StMWi
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat bei seiner Delegationsreise nach Polen eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Woiwodschaft Vorkarpaten vereinbart. Bei einem Treffen mit Marschall Wladyslaw Ortyl standen insbesondere Kooperationen in der Luftfahrt- und Automobilindustrie sowie die Entwicklung neuer Zukunftsmärkte im Mittelpunkt. Die Vorkarpaten mit rund 2,1 Millionen Einwohnern zählen zu den bedeutenden polnischen Industrieregionen. Luftfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau und IT prägen die Wirtschaftsstruktur. Ortyl bezeichnete die Region als „das Bayern Polens“. Beide Politiker hatten sich bereits 2025 in München getroffen und weitere Gespräche vereinbart. In dieser Woche führte Aiwanger eine bayerische Unternehmerdelegation in die Region. Mehrere bayerische Firmen, darunter MTU, Dräxlmaier und Knorr-Bremse, sind dort bereits aktiv. Aiwanger: „Bayern und die Vorkarpaten haben beste wirtschaftliche Perspektiven in zahlreichen Zukunftsmärkten. Gerade in der Luftfahrt und der Automobilindustrie haben wir auf dieser Delegationsreise neue Netzwerke geknüpft. Davon können Unternehmen auf beiden Seiten profitieren.“ Der Wirtschaftsminister unterstrich zudem die Bedeutung von Start-ups für die industrielle Zukunft. „Digitalisierung, Automatisierung und Robotik treiben unsere Wirtschaft voran. Start-ups schaffen die Grundlagen für Innovationen und hochwertige Arbeitsplätze von morgen. Bayern verfügt über eine starke Start-up-Szene, und auch in den Vorkarpaten wächst ein Netzwerk junger Unternehmer. Das ist wichtig, um Talente und qualifizierte Fachkräfte in der Region zu halten und einer Abwanderung entgegenzuwirken.“ Um bayerische und polnische Unternehmen enger miteinander zu vernetzen, organisierte das Bayerische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Bayerischen Wirtschaftsrepräsentanz einen Bayerischen Abend in der Nähe von Rzeszów. Aiwanger und Ortyl warben bei bayerischer Musik und traditionellem Buffet für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Auch die geografische Nähe der Vorkarpaten zur Ukraine war Thema. Die ukrainische Grenze liegt weniger als 100 Kilometer von Rzeszów entfernt. Aiwanger betonte, dass diese Nähe angesichts des russischen Angriffskriegs eine erhebliche Herausforderung für die Region darstelle, zugleich aber langfristig Chancen eröffnen könne. „Die geringe Distanz zur Ukraine ist derzeit eine Belastung für die Vorkarpaten. Nach einem hoffentlich baldigen Friedensschluss kann die strategische Lage jedoch zum Vorteil werden. Die Region könnte eine wichtige Drehscheibe für den Wiederaufbau der durch den russischen Angriffskrieg schwer beschädigten Ukraine werden“, erklärte der Staatsminister.
Quelle:stmwi.bayern.de
