München:

Bayerns Wirtschaftsminister setzt auf enge Zusammenarbeit mit einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte Europas

Aiwanger: „Polens Luftfahrt- und Automobilindustrie bietet große Chancen für Bayerns Wirtschaft“

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger reist in dieser Woche mit einer bayerischen Wirtschaftsdelegation nach Polen. Im Mittelpunkt stehen Kooperationsmöglichkeiten zwischen bayerischen und polnischen Unternehmen der Luftfahrt- und Automobilindustrie.   Aiwanger: „Polen gehört zu den dynamischsten Volkswirtschaften Europas. Das Land hat sich zu einem wichtigen Handelspartner Deutschlands in Mittel- und Osteuropa entwickelt und gewinnt als Industrie- und Investitionsstandort weiter an Bedeutung. Eine vielfältige Industrielandschaft, eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie qualifizierte und engagierte Arbeitskräfte bieten gute Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Wirtschaft. Gerade im Wandel der Automobil- und Luftfahrtindustrie wollen wir die Chancen gemeinsamer Projekte nutzen.“   Die bayerischen Unternehmer werden in Wroclaw und Rzeszów Gespräche mit potenziellen polnischen Geschäftspartnern führen. Beide Standorte sind wichtige Zentren der polnischen Automobil- beziehungsweise Luftfahrtindustrie. Auf dem Programm stehen unter anderem Besuche bei Robert Bosch, im Luftfahrt- und Technologiepark Aeropolis sowie auf der Messe „Made in Wroclaw“. Zwei Business-Netzwerkabende bieten zusätzliche Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen und Kooperationen anzubahnen.   In Warschau trifft Staatsminister Aiwanger mit den polnischen Ministern für Infrastruktur sowie für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie zusammen. In Rzeszów ist zudem ein Gespräch mit Wladyslaw Ortyl, dem Marschall der Woiwodschaft Karpatenvorland, vorgesehen. Ortyl hatte im vergangenen Jahr Wirtschaftsminister Aiwanger in München getroffen.    Hintergrund   Polen zählt zu den bedeutenden Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2025 etwa bei 922 Milliarden Euro. Das BIP Bayerns belief sich 2025 auf rund 824 Milliarden Euro. Die polnische Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Die Inflationsrate lag zuletzt bei rund 3,6 Prozent.   Zum Vergleich: Das bayerisch-polnische Außenhandelsvolumen beträgt 26,9 Milliarden Euro. Polen ist damit der fünftwichtigste Handelspartner Bayerns. Zu den bedeutenden Handelsgütern zählen Fahrzeuge, elektrotechnische Erzeugnisse, Produkte der Ernährungswirtschaft und chemische Erzeugnisse.   Die positive Wirtschaftsentwicklung Polens wirkt sich auch auf den Automobilmarkt aus. 2025 verzeichnete der Pkw-Markt ein Rekordjahr: Die Neuzulassungen stiegen um 8,3 Prozent auf 597.435 Fahrzeuge. Auch die polnische Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt sich dynamisch und steht vor einem weiteren Modernisierungsschub.   Ein bedeutendes Infrastrukturprojekt ist der neue Großflughafen „Port Polska“ in Zentralpolen. Die Eröffnung ist für 2032 vorgesehen. Der Flughafen soll zunächst auf eine Kapazität von rund 34 Millionen Passagieren pro Jahr ausgelegt werden. Zum Vergleich: Der Flughafen München zählte 2025 rund 43,4 Millionen Passagiere.

Quelle:stmwi.bayern.de

Von redaktion