Warschau:
Bayerns Wirtschaftsminister führt Gespräche in Warschau – Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt im Fokus
Aiwanger: „Polen ist ein Partner auf Augenhöhe. Kooperationen im Hightech-Bereich bieten große Chancen“ Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger traf Polens Wirtschaftsstaatssekretär Michal Baranowski.
Foto: Bastian Brummer/StMWi
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat in der polnischen Hauptstadt Warschau Gespräche über eine engere Zusammenarbeit zwischen bayerischen und polnischen Unternehmen geführt. Im Mittelpunkt standen Kooperationsmöglichkeiten in der Automobilindustrie, der Satellitentechnologie sowie der Luft- und Raumfahrt. Gesprächspartner waren die Staatssekretäre im polnischen Wirtschaftsministerium, Michal Baranowski, und im Digitalministerium, Rafal Rosinski. Aiwanger: „Polen gehört zu den dynamischsten Volkswirtschaften Europas. Wir wollen die guten bayerisch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen weiter intensivieren. Kooperationen zwischen Unternehmen beider Länder bieten gerade im Hightech-Bereich große Chancen. Beide Seiten investieren in Digitalisierung, Automatisierung und Robotik. Wenn wir unser Know-how stärker vernetzen, beschleunigt das den technologischen Fortschritt in beiden Ländern. Vor allem bei Start-ups müssen wir unsere Anstrengungen verstärken, damit Talente in Europa bleiben. Dafür brauchen wir attraktivere Finanzierungsbedingungen. In unseren Gesprächen bestand Einigkeit, dass dies eine zentrale Voraussetzung ist, um Europa als Hightech-Standort weiter auszubauen.“ Aiwanger leitet eine bayerische Wirtschaftsdelegation, die Kooperationsmöglichkeiten zwischen bayerischen und polnischen Unternehmen in der Luftfahrt- und Automobilindustrie auslotet. Nach den politischen Gesprächen in Warschau stehen in Rzeszów Unternehmensgespräche mit potenziellen polnischen Geschäftspartnern auf dem Programm. Beide Standorte sind wichtige Zentren der polnischen Automobil- beziehungsweise Luftfahrtindustrie. Vorgesehen sind unter anderem Besuche bei Bosch sowie im Luftfahrt- und Technologiepark Aeropolis. Aiwanger: „Gerade für exportorientierte bayerische Unternehmen eröffnet der polnische Markt viele Chancen. Polen ist technologisch ein Partner auf Augenhöhe, und ich freue mich, dass sich unser Nachbarland wirtschaftlich so dynamisch entwickelt. Im Automobilsektor arbeiten wir bereits eng zusammen. Diese Dynamik wollen wir auch in den Bereichen Hightech sowie Luft- und Raumfahrt weiter vorantreiben. Beim Gespräch im Digitalministerium standen die Stärkung der Realwirtschaft und die Reduzierung der Bürokratie durch Digitalisierung im Mittelpunkt der Debatte. Alle Wirtschaftszweige von der Landwirtschaft über Handwerk bis zur Industrie und Raumfahrt werden durch die Digitalisierung verändert und international wettbewerbsfähiger. Hintergrund Polen zählt zu den bedeutenden Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2025 etwa bei 922 Milliarden Euro. Das BIP Bayerns belief sich 2025 auf rund 824 Milliarden Euro. Die polnische Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Die Inflationsrate lag zuletzt bei rund 3,6 Prozent. Zum Vergleich: Das bayerisch-polnische Außenhandelsvolumen beträgt 26,9 Milliarden Euro. Polen ist damit der fünftwichtigste Handelspartner Bayerns. Zu den bedeutenden Handelsgütern zählen Fahrzeuge, elektrotechnische Erzeugnisse, Produkte der Ernährungswirtschaft und chemische Erzeugnisse. Die positive Wirtschaftsentwicklung Polens wirkt sich auch auf den Automobilmarkt aus. 2025 verzeichnete der Pkw-Markt ein Rekordjahr: Die Neuzulassungen stiegen um 8,3 Prozent auf 597.435 Fahrzeuge. Auch die polnische Luft- und Raumfahrtindustrie entwickelt sich dynamisch und steht vor einem weiteren Modernisierungsschub. Ansprechpartner: Jürgen Marks Leiter Pressereferat Beim Treffen von Staatsminister Hubert Aiwanger mit Polens Digitalstaatssekretär Rafal Rosinski standen die Stärkung der Realwirtschaft und die Reduzierung der Bürokratie durch Digitalisierung im Mittelpunkt.
Quelle:stmwi.bayern.de
