Kattowitz:

Schulze und Müller in Kattowitz: Deutschland verdoppelt Zusage für
internationalen Klimafonds

Zum Start der 24. Weltklimakonferenz in Kattowitz haben
Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesentwicklungsminister Dr.
Gerd Müller eine Verdopplung der Zusage für den internationalen
Klimafonds (Green Climate Fund) um weitere 1,5 Milliarden Euro
angekündigt. Damit unterstützt die Bundesregierung die Umsetzung des
Pariser Klimaschutzabkommens und den globalen Zusammenhalt im Einsatz
gegen den Klimawandel.

Zum Start der 24. Weltklimakonferenz in Kattowitz haben
Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesentwicklungsminister Dr.
Gerd Müller eine Verdopplung der Zusage für den internationalen
Klimafonds (Green Climate Fund) um weitere 1,5 Milliarden Euro
angekündigt. Damit unterstützt die Bundesregierung die Umsetzung des
Pariser Klimaschutzabkommens und den globalen Zusammenhalt im Einsatz
gegen den Klimawandel.

Bundesentwicklungsminister Müller: „Klimaschutz ist die Überlebensfrage
der Menschheit. Kattowitz muss eine Trendwende sein: Wir müssen die
Vorgaben des Pariser Abkommens konsequent und verbindlich umsetzen und
darüber hinaus in den internationalen Klimaschutz investieren. Denn von
den Folgen des Klimawandels sind am stärksten die armen Länder betroffen
mit den niedrigsten Emissionen. 100 Millionen Menschen in Küsten- und
Dürregebieten sind bereits jetzt durch Hitze und steigende Meeresspiegel
gefährdet, ihre Lebensgrundlage zu verlieren.
Deutschland geht voran. Wir verdoppeln unseren Beitrag für den Green
Climate Fund und starten die „Allianz für Entwicklung und Klima“.
Eine Initiative um zusätzliche private Investitionen für
Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zu gewinnen.“

Bundesumweltministerin Schulze: „Wir treten bei den Klimaverhandlungen
ein für mehr Verbindlichkeit, Mut und Solidarität beim Klimaschutz. Wir
wollen hier in Kattowitz ein verbindliches Regelwerk für die Umsetzung
des Pariser Abkommens beschließen. Am Ende soll jeder genau wissen, was
er zu tun hat, damit wir gemeinsam den Klimawandel bekämpfen können. Wir
brauchen auch den Mut und das Selbstvertrauen, gemeinsam immer besser zu
werden. Und wir brauchen die Solidarität zwischen den reichen und armen
Ländern. Wir werden die Entwicklungsländer nicht alleine lassen beim
Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel. Mit unserem Beitrag
für den internationalen Klimafonds setzen wir ein starkes Zeichen des
Zusammenhalts. Das ist gut investiertes Geld, denn es wird helfen, auf der
ganzen Welt klimaverträgliche Lösungen voranzubringen. Wir werden uns
dafür einsetzen, dass auch andere Industrieländer vergleichbare Zusagen
machen und sich auch Schwellenländer beteiligen.“

Dem Fonds stehen 7,3 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Der Green Climate Fund
fördert bereits 93 Projekte. Zahlreiche weitere Projektanträge liegen
schon vor, allerdings sind aufgrund der knappen Mittel ab Mitte nächsten
Jahres keine Zusagen für neue Projekte mehr möglich.
Deswegen wurde vor Kurzem die Wiederauffüllung des Fonds beschlossen.
Deutschland gehörte 2014 bei der Erstauffüllung des Fonds mit 750 Mio.
Euro zu den größten Gebern. Bei der Wiederauffüllung ist Deutschland
das erste Land, das eine konkrete Summe ankündigt.

Der Green Climate Fund fördert Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen in
Entwicklungs- und Schwellenländern, etwa den großflächigen Aufbau
erneuerbarer Energien, die Umsetzung klimafreundlicher
Mobilitätskonzepte, neue Schutzbauten gegen Sturmfluten in Bangladesch
und den Aufbau von Unwetter-Frühwarnsystemen. Besonderer Wert wird auf
die Förderung der am wenigsten entwickelten Länder (LDCs), kleiner
Inselstaaten und der afrikanischen Länder gelegt.
Der Green Climate Fund hat die Aufgabe, transformative Projekte zu
fördern, die breit wirken und Systeme verändern hin zu mehr
Klimaverträglichkeit. Die Bundesregierung erwartet, dass dieser Vorsatz
in Zukunft noch konsequenter umgesetzt wird.

Der Green Climate Fund ist ein Baustein in der internationalen
Klimafinanzierung. Die Bundesregierung investierte im vergangenen Jahr
insgesamt 3,65 Milliarden Euro für internationalen Klimaschutz und
Klimaanpassung.
Rund 84 Prozent der Gelder stammen aus dem Haushalt des
Bundesentwicklungsministeriums, 15 Prozent vom Bundesumweltministerium.

Weitere Informationen zum Grünen Klimafonds finden Sie unter:
http://www.bmz.de/de/service/sonderseiten/cop24/start/index.html

Von redaktion

Versäumt

LENK KOMMUNity Netzwerktreffen in Regensburg Aiwanger: „Unsere Kommunen schaffen die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung“; Glauber: „Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber haben dem Leiter der LENK, Dr. Ulrich Buchhauser (Mitte) symbolisch ein Steuerrad zum 5-jährigen Jubiläum überreicht.Foto: StMUV   Download Beim Rundgang informierten sich Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger und der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber über aktuelle Themen der Kommunen im Bereich Energiewende.Foto: StMWi   Download REGENSBURG  Kommunale Erfolgsgeschichten zum Klimaschutz, Best-Practice für eine gelungene Energiewende vor Ort und Austausch zwischen Landes- und Kommunalpolitik auf Augenhöhe standen beim fünften Netzwerktreffen der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) im Mittelpunkt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber thematisierten gemeinsam mit Vertretern der Kommunen aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der kommunalen Energiewende und würdigten erfolgreiche Praxisbeispiele.   Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Die Kommunen sind die Macher der Energiewende. Hier werden Projekte angestoßen, Flächen ausgewiesen und Bürger mitgenommen. Damit die Energiewende gelingt, muss sie wirtschaftlich vernünftig, technologisch offen und vor Ort umsetzbar sein. Unsere Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen jeden Tag, wie das funktioniert.“   Im Rahmen des Netzwerktreffens wurde die LENK zudem anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2020 hat sich die Landesagentur als zentrale Ansprechpartnerin für Kommunen im Bereich Energie und Klimaschutz etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes in Bayern.   Umweltminister Thorsten Glauber betont: „Die mehr als 2.000 Landkreise, Städte und Gemeinden im Freistaat sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Durch ihr Engagement mit den Menschen vor Ort tragen sie maßgeblich dazu bei, Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand weiter voranzubringen.“   Die LENK KOMMUNity ist die zentrale Plattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz für Wissensaustausch und Vernetzung kommunaler Mitarbeiter in den Bereichen Klimaschutz, Klimaanpassung und Energie. Seit 2021 unterstützt sie Bayerns Kommunen mit Fachinformationen, Online-Veranstaltungen sowie einem landesweiten Netzwerk aus über 1.600 Klimaschutzmanagern und politischen Entscheidungsträgern. Das jährlich stattfindende Netzwerktreffen ergänzt das Angebot seit 2022 und bietet Raum für fachlichen Austausch, Praxisberichte und neue Kooperationen. Das diesjährige Netzwerktreffen fand am 15. und 16. Juni 2026 im Marinaforum Regensburg statt. Im Mittelpunkt standen erfolgreiche Praxisbeispiele aus Bayerns Kommunen sowie aktuelle Fragen der kommunalen Energie- und Klimapolitik.   Als Kompetenz- und Beratungsstelle der Bayerischen Staatsregierung unterstützt die Landesagentur für Energie und Klimaschutz die Umsetzung der Energiewende und der bayerischen Klimaschutzoffensive. In landesweiten Kampagnen informiert die LENK über Energiewende und Klimaschutz, setzt eigene Projekte um und begleitet Maßnahmen. Die Fachaufsicht über die Landesagentur mit Sitz in Regensburg haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.   Weitere Informationen gibt es auf www.lenk.bayern.de.