Oberndorf:
Staatsminister weiht Bayerns größte Agri-PV-Anlage mit Sonnentracking ein – Strom für 5.000 Haushalte
Aiwanger: „Agri-PV erzeugt Lebensmittel, Energie und Artenvielfalt auf einer Fläche“ Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger (Mitte) zeichnete die Agri-PV-Anlage in Oberndorf am Lech als ‚Gestalter‘ im Team Energiewende Bayern aus.
Foto: StMWi
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat in Oberndorf am Lech (Landkreis Donau-Ries) Bayerns größte Agri-PV-Anlage mit Sonnen-Trackingsystem in Betrieb genommen. Die Anlage auf einem landwirtschaftlich genutzten Feld kann mit einer installierten Leistung von 17 Megawatt rechnerisch rund 5.000 Haushalte mit Strom versorgen. Aiwanger: „Agri-PV erzeugt Lebensmittel, Energie und Artenschutz auf einer Fläche. Zwischen den PV-Modulen soll künftig weiterhin Landwirtschaft betrieben werden, beispielsweise der Anbau von Zuckerrüben. Dieses innovative Agri-PV-Projekt mit einem Tracking-System, das die Module flexibel zur Sonne ausrichtet, ist ein weiteres Leuchtturmprojekt im Solarenergie-Spitzenland Bayern. Es wird Strom für rund 5000 Haushalte erzeugen. Und schließlich auf den Blühflächen unter den Modulen findet Artenschutz statt. Ob Rebhuhn, Bodenbrüter, Hase, Ameisen, Eidechsen, hier finden viele Tierarten ein neues Zuhause und eine ökologische Nische. Im Gestänge unter den Modulen entstehen Brutplätze für Bachstelze, Rotschwanz, Amsel und viele weitere Vogelarten. Auch Brutkästen können gezielt installiert werden. Ich setze mich auch dafür ein, dass PV-Freiflächen für Wildtiere bis Rehgröße zugänglich sind.“ Aiwanger weiter: „Wir sind bundesweiter Spitzenreiter bei der Solarenergie mit insgesamt rund 32 Gigawatt installierter Leistung. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten wir einen Rekordzubau von 4,7 Gigawatt. Unsere Politik, konsequent auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen, zahlt sich aus.“ Der Staatsminister sieht insbesondere in der Agri-Photovoltaik großes Zukunftspotenzial: „Wir ernten Sonnenenergie, während rund 90 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche weiterhin für die Nahrungsmittelproduktion nutzbar bleiben. Zudem werden unter den Modulen Blühstreifen angelegt, die die Flächen ökologisch aufwerten. Das ist eine echte Win-win-Situation, mit der wir unsere Felder effizient und nachhaltig bewirtschaften können.“ Gerade für Landwirte stellen Einnahmen aus Agri-PV eine zusätzliche Einkommensquelle bei gleichzeitigem Erhalt der landwirtschaftlichen Hauptnutzung dar. Aiwanger: „Die Erzeugung von Solarstrom stärkt die wirtschaftliche Resilienz der Betriebe. Das ist gut für die Bauern und gut für den Ausbau der erneuerbaren Energien.“ Bayerns größte Agri-PV-Anlage mit Sonnen-Trackingsystem wurde nach dem offiziellen Spatenstich im August 2025 bereits nach wenigen Monaten in Betrieb genommen. Zuvor waren die Genehmigungen in Rekordzeit erteilt worden: Vom Aufstellungsbeschluss bis zur Baugenehmigung vergingen lediglich sechs Monate. Der Minister zeichnete die Agri-PV-Anlage in Oberndorf als „Gestalter“ im Team Energiewende Bayern aus. Das Projekt belegt eindrucksvoll, wie sich landwirtschaftliche Nutzung und Photovoltaik nachhaltig kombinieren lassen. Die ideelle Auszeichnung würdigt das Engagement herausragender Akteure der Energiewende und soll zugleich zur Nachahmung anregen. Bislang wurden 17 „Gestalter“ im Team Energiewende Bayern ausgezeichnet. Die Planung und Errichtung der Anlage übernahm die MaxSolar GmbH aus Traunstein. Für Baubegleitung und Betriebsführung ist das Münchner Start-up Feldwerke GmbH verantwortlich. Investor und Betreiber ist die clearvise AG aus Frankfurt am Main.
Quelle:stmwi.bayern.de
